ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2018Reproduktion: Kinderwunschbehandlung bei immer mehr Paaren

AKTUELL

Reproduktion: Kinderwunschbehandlung bei immer mehr Paaren

PP 17, Ausgabe September 2018, Seite 389

KNA

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Immer mehr Paare in Deutschland nehmen die Leistungen von Kinderwunschzentren in Anspruch, da sie auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können. Während sich 2011 rund 50 000 Frauen zu einer künstlichen Befruchtung entschlossen, waren es 2016 rund 63 000 Frauen, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) heute in Wiesbaden mitteilte.

Eine BiB-Studie zeigte, dass Paare in Kinderwunschbehandlung starkem Stress ausgesetzt sind. „Neben dem unbedingten Wunsch, Nachwuchs zu bekommen, führt auch die reproduktionsmedizinische Behandlung zu einer hohen psychischen Belastung“, betont das Bundesinstitut. „Bei Frauen ist das Stressempfinden am Anfang der Behandlung wie auch ein Jahr später deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern“, sagte die Soziologin Jasmin Passet-Wittig vom BiB.

Schließlich sei das Risiko eines Misserfolgs groß: Nur jedes fünfte Paar bekomme durch eine In-vitro-Fertilisation (IvF) ein Kind – und mit zunehmendem Alter der Frau werde die Erfolgsquote geringer. Bei der In-vitro-Fertilisation werden Spermien in einem Reagenzglas mit einer Eizelle zusammengebracht. Vor 40 Jahren, am 25. Juli 1978, kam Louise Brown als weltweit erstes „Retortenbaby“ in England zur Welt. kna

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema