Supplement: Perspektiven der Neurologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2018; 115(37): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Die medikamentöse Behandlung der multiplen Sklerose (MS) umfasst eine Vielzahl

unterschiedlicher Substanzen, die für die Patienten individuell ausgesucht und in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium unterschiedlich gewichtet werden. Die unerwünschten Wirkungen der jeweiligen Medikationen sind vielfältig. Da alle Wirkstoffe das Immunsystem modulieren beziehungsweise mehr oder weniger selektiv supprimieren, muss auch mit infektiösen Therapierisiken gerechnet werden. Die Nebenwirkungen der verschiedenen MS-Medikamente können im Einzelfall erheblich sein und den Patienten sogar vital gefährden. Deshalb ist ihre Kenntnis nicht nur für Neurologen, sondern auch für die hausärztliche Versorgung essenziell.

So wurden 2015 bundesweit 94 % der MS-Patienten hausärztlich und 72 % neurologisch versorgt. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ein MS-Patient in allen vier Quartalen einen Hausarzt aufsuchte, war um 30 % häufiger als bei Patienten ohne MS. Dies zeigen Daten der Wissenschaftler des Versorgungsatlas, ein Angebot des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Grundlage waren die bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten der Jahre 2010–2016. Als Unterstützung für die Versorgung Ihrer Patienten befasst sich diese Ausgabe der „Perspektiven der Neurologie“ schwerpunktmäßig mit dem Management der Nebenwirkungen von MS-Medikamenten. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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