ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2018Pflegemangel: Zuerst optimieren
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Wir sind aber gerade dabei, insbesondere durch die sogenannten Assistenzberufe ärztliche Kompetenz mehr und mehr zu kastrieren und die Ausbildung weiter zu verschlechtern. Das absurde daran ist insbesondere, dass auch von einem Pflegemangel die Rede ist. Um diesem zu begegnen, müsse man den Beruf aufwerten, indem man denen „heilkundliche Aufgaben“ zuteilt? Man macht einen zum Pfleger, weil ein Mangel an Pflegekräften vorhanden ist, um ihm ärztliche Tätigkeiten zu überlassen und als Nichtpfleger arbeiten zu lassen? Das soll man verstehen? Warum werden nicht erst Optimierungen im Arbeitsablauf vorgenommen, wie in jedem anderen Konzern oder Wirtschaftszweig auch, um eventuell dann erst gegebenenfalls über andere Möglichkeiten nachzudenken? ...

Jetzt kommen irgendwelche Pfleger und äußern ihre Wünsche über die Zukunft ihres und unseren Berufes im Ärzteblatt im Politik-Teil, und zwar auf eine letztendlich impertinente Art. Hierbei wird ganz klar die Marodierung des Ärzteberufes propagiert. Anderweitige Optimierungen werden nicht gewünscht, obwohl immenser Optimierungsstau besteht. ...

Warum wird nicht gefordert, die Pflege von den unnützen, durch Computer algorythmisierbaren und von anderem Personal durchführbaren Tätigkeiten zu befreien, damit auch sie mehr Zeit für ihre ureigenen Aufgaben und auch mehr Freizeit haben und somit das Berufsbild wieder aufgewertet wird? Stattdessen wird die Übernahme von „heilkundlichen Aufgaben“ gefordert. ...

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FA Chir. Sabri Askin Demirtas, 35114 Haina

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