ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2018Herzinsuffizienz: Telemedizin auf dem besten Weg in die Regelversorgung

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Herzinsuffizienz: Telemedizin auf dem besten Weg in die Regelversorgung

Gießelmann, Kathrin

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Die bei der Telemedizin- Studie Fontane verwendete Sendestation fungiert als Hub, der die medizinischen Geräte mit dem Mobilfunknetz verbindet. Foto: dpa
Die bei der Telemedizin- Studie Fontane verwendete Sendestation fungiert als Hub, der die medizinischen Geräte mit dem Mobilfunknetz verbindet. Foto: dpa

Telemedizinische Angebote könnten bei Patienten mit Herzschwäche in zwei Jahren in die Leitlinien aufgenommen werden. Diese Vermutung äußerte Prof. Dr. med. Friedrich Köhler, Ärztlicher Direktor an der Charité, bei einer Pressekonferenz in Berlin. Die Betreuung von Herzpatienten ohne Telemedizin wäre somit eine Unterlassung, warnte er. Spätestens in drei Jahren sollte die Technik daher allen Patienten angeboten werden. Grundlage der eventuellen Leitlinienergänzung sind die Ergebnisse der im Lancet (http://daebl.de/MT64) publizierten Fontane-Studie, die unter Köhlers Leitung bei mehr als 1 500 Patienten mit Herzschwäche durchgeführt wurde. Hier führte die telemedizinische Mitbetreuung zu weniger Krankenhausaufenthalten und zu einer längeren Lebensdauer im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung – unabhängig vom Alter und Wohnort.

Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (CDU), sprach von einem „Meilenstein“ der Evidenz für Telemedizin. „Die Studie könnte den Weg ebnen, damit kardiotelemedizinische Leistungen Eingang finden in den Leistungskatalog der Krankenkassen und somit in die Regelversorgung.“ Im Rahmen eines Innovationsfondsprojektes will die Barmer Telemedizin bei geeigneten Patienten in Kürze zur Verfügung stellen. „Bei Erfolg soll es in die Regelversorgung überführt werden“, so Mani Raffi, Vorstand der Barmer. Auch Werner Wyrwich, von der AOK Nordost, ist vom Nutzen der Telemedizin überzeugt. Das Programm „AOK-Curaplan Herz Plus“ hätte bereits bewiesen, dass telemedizinische Betreuung funktioniere. gie

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