SPEKTRUM: Leserbriefe

China: Entwirrung

Rall-Niu, Jutta

Zu dem Beitrag "Zwischen Taiji und Herztransplantation" von Dr. med. Sigrid Nikol in Heft 20/1996
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LNSLNSLNSLNS Es erscheint mir mutig, nach einer vierwöchigen (?) Chinareise einen solchen Aufsatz zu veröffentlichen. Sehen doch Gruppenreisende meist nur streng ausgewählte Szenen, wobei man an Potemkinsche Dörfer denken sollte.
Zur Darstellung: Es heißt "Taiji" und nicht "Taija", wie im Inhaltsverzeichnis steht. Taiji bedeutet "das große Absolute, das große Unendliche", das sich aus dem "Wu-ji", dem "großen Chaos" entwickelt hat.
Moxibustion hat nichts mit Schröpfköpfen zu tun, sondern ist das Verbrennen von kleinen Kegeln aus getrockneter Artemisia vulgaris (Wiesenbeifuß) auf der Haut, ein der Akupunktur ähnliches Prinzip. Das Wort leitet sich ab von "mô-kusa", japanisches Arzneikraut, und comburere, "verbrennen".
Ich hoffe, hiermit einen Beitrag zur Entwirrung chinesischer Ausdrücke in der so oft beschriebenen chinesischen Medizin geleistet zu haben.
Prof. Dr. Dr. Jutta Rall-Niu, Kallmorgenweg 3, 22607 Hamburg
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