ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2018Elektronische Gesundheitskarte: Kontaktlose Schnittstelle geplant

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Elektronische Gesundheitskarte: Kontaktlose Schnittstelle geplant

Dtsch Arztebl 2018; 115(38): A-1621 / B-1371 / C-1359

Beerheide, Rebecca

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Die Krankenkassen sollen verpflichtet werden, alle Versichertenkarten, die sie ab dem 1. Dezember 2019 ausgeben, mit einer kontaktlosen Schnittstelle auszustatten. Damit soll die NFC-Technik (Near Field Communication), die bereits bei vielen EC-Karten üblich ist, auch Einzug in das deutsche Gesundheitswesen halten. Dies geht aus einem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für ein „Gesetz zur Ausstattung der elektronischen Gesundheitskarte mit kontaktloser Schnittstelle“ hervor.

Krankenkassen sind bereits jetzt verpflichtet, alle fünf Jahre die Gesundheitskarte routinemäßig auszutauschen. Im nächsten Austauschzyklus sollen dann nur noch Karten mit der neuen Technologie ausgegeben werden. „Mithilfe der kontaktlosen Schnittstelle können die Versicherten in Zukunft die elektronische Gesundheitskarte mit einem mobilen Endgerät benutzten, ohne ein zusätzliches Kartenlesegerät verwenden zu müssen“, heißt es in der Gesetzesbegründung. Damit soll es auch möglich werden, Daten von einem mobilen Endgerät auf der Karte zu speichern. Auch Ärzte sollen die Kontakttechnik als Zugriffsmöglichkeit nutzen können. Im Gesetz wird aber betont, dass die künftigen Karten wie bisher eine „kontaktbehaftete“ Schnittstelle benötigen, so lange wie vor allem bei Ärzten die Lesegeräte nur über kontaktbehaftete Schnittstellen funktionieren. Die Kosten für die Krankenkassen veranschlagt das Ministerium für die kommenden fünf Jahre auf geschätzt etwa 50 bis 60 Millionen Euro. bee

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