ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2018Herzinsuffizienz: Weg für Disease-Management-Programm frei

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Herzinsuffizienz: Weg für Disease-Management-Programm frei

Hillienhof, Arne

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Patienten, die bislang im Modul Herzinsuffizienz des DMP KHK eingeschrieben waren, können weiterhin dort verbleiben. Foto: Evgeniy Kalinovskiy/stock.adobe.com
Patienten, die bislang im Modul Herzinsuffizienz des DMP KHK eingeschrieben waren, können weiterhin dort verbleiben. Foto: Evgeniy Kalinovskiy/stock.adobe.com

Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz profitieren künftig von einem eigenständigen Disease-Management-Programm (DMP). Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat einem entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zugestimmt. Jetzt können die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mit den Kassen regionale Verträge abschließen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) betonte. Bisher war das DMP Herzinsuffizienz ein Modul im DMP Koronare Herzkrankheit (KHK). Ziel des eigenständigen DMP Herzinsuffizienz ist es, durch eine optimale ambulante Begleitung der Patienten mit herzinsuffizienzspezifischen Schulungen und leitliniengerechter medikamentöser Therapie eine gute Lebensqualität zu erhalten und stationäre Behandlungen zu verhindern. Ein weiterer Schwerpunkt sind Empfehlungen zum körperlichen Training. Für schwer kranke Patienten ist außerdem ein individuelles Case Management durch die Praxis vorgesehen. Warnsignale des Körpers können so früher erkannt und die Therapie gegebenenfalls zeitnah angepasst werden. Das DMP richtet sich an Herzkranke mit einer linksventrikulären Auswurffraktion von ≤ 40 Prozent, unabhängig von der Ursache. Auch asymptomatische Patienten können teilnehmen. hil

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