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Die Sprechzeiten noch mehr zu erweitern ist in meinen Augen Nonsens. Wir Ärzte in der hausärztlichen Versorgung arbeiten doch eh mehr als 25 Stunden/Woche in unserer Sprechstunde. Und nun davon fünf Stunden als offene Sprechstunde anzubieten vergrößert doch nur das Chaos in den Arztpraxen. Reine Terminarztpraxen mit Wartezeiten unter 30 Minuten funktionieren nicht mit freien Sprechstunden. Und freie Sprechstunden verkürzen doch nicht die Wartezeit. Eine andere sinnvolle Möglichkeit zur Verbesserung des Systems wäre in meinen Augen, wenn Kinder- und Jugendärzte auch erwachsene Patienten mit akuten Infekten behandeln (und abrechnen) dürfen. Wie oft müssen Eltern selber noch zum Allgemeinmediziner gehen, um dort behandelt zu werden. Das wäre doch auch eine echte Entlastung und würde im Honorar der GKV nicht sonderlich zu Buche schlagen. Anders herum ist das ja gang und gäbe, wie oft behandeln die „Erwachsenen-Kollegen“ die Kinder mal eben mit. Wir Hausärzte sind alle Ärzte und kennen unsere Grenzen der Behandlung. Also braucht ja niemand Angst zu haben, dass wir uns gegenseitig benachteiligen, nur weil wir zum Wohle der Patienten handeln. Welcher Patient versteht das System, dass Allgemeinmediziner Kinder behandeln, Kinder- und Jugendärzte aber nicht Erwachsene?

Dr. med. Tillmann Rümenapf, 58256 Ennepetal

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