ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2018Arzneimittelrückstände: Handeln angesagt
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Ein extrem heißes Eisen wird in diesem Artikel dargestellt. Verwunderlich nur, dass das Umweltbundesamt Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser filtern will, also eine Absichtserklärung abgibt. Wo sind die entsprechenden Gesetze?!

In seiner Hauszeitschrift „Umwelt“ des Bundesamtes für Umwelt der Schweiz in 2/2016 werden technische Wege und auch Maßnahmen an der Quelle aufgezeigt.

Seit dem 1. Januar 2016 ist das revidierte Gewässerschutzgesetz und die entsprechende Verordnung in Kraft, das heißt, ,,Aufrüsten müssen zum einen die größten Abwasserreinigungsanlagen (ARA) und zum anderen mittelgroße, die ihr Abwasser in Seen einleiten, da diese als Trinkwasserreservoire sowie als Fischfang- und Erholungsgebiete dienen“.

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Die Finanzierung erfolgt zu einem wesentlichen Teil über eine bis 2040 befristete Abwasserabgabe, die bei allen ARAs erhoben wird und maximal 9 Franken pro angeschlossene Person und Jahr beträgt.

Unser Trinkwasser ist dramatisch gefährdet, der PFOA-Skandal in meinem Landkreis Altötting ist dafür ein trauriges Lehrbeispiel. Da ist Handeln angesagt!

Absatz 9 des Bayernplans der CSU zur Bundestagswahl 2017: ,,Wir werden mehr Geld für Biodiversität ausgeben und mehr dafür tun, dass unsere Oberflächengewässer und das Grundwasser gute Qualität aufweisen. Sauberes Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer l.“ Auch unsere Kinder und Kindeskinder haben Anspruch auf sauberes Trinkwasser.

Dr. med. Bernhard Staudt, 84543 Winhöring

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