ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2018Randnotiz: Der Mann kommt zum Amt

AKTUELL

Randnotiz: Der Mann kommt zum Amt

Dtsch Arztebl 2018; 115(39): A-1679 / B-1417 / C-1403

Beerheide, Rebecca

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Wer schon vor dem 40. Geburtstag mit einer Biografie auf den Buchmarkt kommt, der hat entweder schon viel erlebt – oder hat noch viel vor. Einiges erzählen kann Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn nach 17 Jahren Berufspolitik. Viel vor hat der CDU-Mann auf dem politischen Parkett der Hauptstadt auf jeden Fall. Seit zwei Wochen ist eine Biografie (Herder-Verlag) über 38 Lebens- und 17 Politikerjahre auf dem Markt, geschrieben von Michael Bröcker, Chefredakteur der Rheinischen Post. Er schreibt über Spahns Jugend sowie dessen Erfahrungen als Kommunalpolitiker. Die Drohung, er könne bei seiner Nominierung zum Bundestagskandidaten geoutet werden. Seine politischen Vorschläge, mit denen er dem früheren Minister Daniel Bahr (FDP) zwei Skiurlaube verdorben hat. Details zu seinem Privatleben, die Hochzeit mit seinem Mann. Zum Schluss seine Rolle in der Diskussion zur Flüchtlingspolitik.

Das Buch gibt das Gefühl, man könne bei privaten Situationen durchs Schlüsselloch schauen oder sitze mit am Esstisch der Familie Spahn im Münsterland. Die 283 Seiten sind gefüllt mit so vielen Details, die wirken, als hätte man eben ein Buch füllen müssen. Inhalte spahnscher (Gesundheits-)Politik sind oft zweitrangig. Ist auch egal, denn eigentlich geht es nur um die Frage, die das letzte Kapitel beantworten will: Der nächste Karriereschritt, die mögliche Kanzlerschaft von Jens Spahn. Mit einem klaren „Ja“ antwortet der Buchautor. Der Protagonist sagt über sich im letzten Satz des Buches: „Bekannt bin ich jetzt, beliebt muss ich noch werden“. Eine Aufgabe, an der Spahn nun als Ge­sund­heits­mi­nis­ter arbeitet.

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema