ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2018Andreas Kurth: Leiter des neuen Hochsicherheitslabors in Berlin

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Andreas Kurth: Leiter des neuen Hochsicherheitslabors in Berlin

Dtsch Arztebl 2018; 115(39): A-1717 / B-1447 / C-1433

Gießelmann, Kathrin

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Andreas Kurth, Foto: RKI
Andreas Kurth, Foto: RKI

Der Virologe Dr. rer. nat. Andreas Kurth leitet das neue Hochsicherheitslabor am Robert-Koch-Institut in Berlin-Wedding, das am 31. Juli den Betrieb aufgenommen hat. Für die Planung des S4-Labors unterbrach er seine wissenschaftliche Karriere. Statt im Labor zu forschen, kommunizierte Kurth über mehrere Jahre mit Bauleuten und beschäftigte sich mit Sicherheitsvorschriften. Mit der Leitung des Labors kommt dem gebürtigen Dresdener eine seltene Aufgabe zu: Die Arbeit mit lebensgefährlichen Erregern ist bundesweit nur an drei weiteren Standorten möglich.

Kurths Forschungsinteresse gilt vor allem Ebolaviren und Fledermäusen, die unter Verdacht stehen, das Virus zu übertragen. Der baldigen Ankunft der Versuchstiere aus Westafrika blickt der Virenexperte gespannt entgegen. Schon vor drei Jahren hat er dort bei einem seiner Auslandseinsätze eine Fledermaushaltung aufgebaut. In den letzten Jahren war der Biologe in Guinea, Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo. Anlass seiner mehrwöchigen Reisen waren Ebola- und Gelbfieberausbrüche. Vor Ort betreute er das Europäische Mobile Labor, ein Hochsicherheitslabor, das im Ausbruchsgeschehen errichtet werden kann, um Blutproben von Verdachtsfällen zu untersuchen. Mit infizierten Patienten kam Kurth dabei nur in Ausnahmefällen in Kontakt. Auch in Zukunft will der reisefreudige Virologe sich durch seine neue Aufgabe als Laborleiter nicht von Auslandseinsätzen abhalten lassen. „Wer soll die Arbeit machen, wenn nicht wir. Bei Bedarf bin ich immer bereit“, sagt er. Kathrin Gießelmann

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