ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2018Marburger Bund: Personaluntergrenzen für Ärzte gefordert

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Marburger Bund: Personaluntergrenzen für Ärzte gefordert

Dtsch Arztebl 2018; 115(39): A-1679 / B-1417 / C-1403

Osterloh, Falk

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Personaluntergrenzen sollen auch für den ärztlichen Dienst gelten, fordert der Marburger Bund. Foto: spotmatikphoto/stock.adobe.com
Personaluntergrenzen sollen auch für den ärztlichen Dienst gelten, fordert der Marburger Bund. Foto: spotmatikphoto/stock.adobe.com

Der Marburger Bund (MB) hat gefordert, dass Personaluntergrenzen im Krankenhaus auch für den ärztlichen Dienst gelten müssen. „Auch im ärztlichen Dienst gibt es in vielen Krankenhäusern eine unzureichende Stellenbesetzung, die zulasten des vorhandenen Personals, der Patientenversorgung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht“, schreibt der MB in seiner Stellungnahme zu einer Rechtsverordnung, mit der das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) ab dem kommenden Jahr Pflegepersonaluntergrenzen in vier Fachgebieten einführen will. Eine Differenzierung zwischen Pflegekräften und dem übrigen nichtärztlichen sowie dem ärztlichen Personal sei weder sachgerecht noch sinnvoll, so der Verband.

Die Untergrenzen sollen bis zum Ende des Jahres 2019 gelten und dann von Grenzwerten abgelöst werden, die die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband bis dahin auf der Basis einer validen Datengrundlage vereinbart haben sollen. Der MB „sieht die Gefahr, dass sich die temporär festgelegten Personaluntergrenzen fälschlicherweise als tatsächlicher Personalbedarf verfestigen könnten“, schreibt der Verband. Zweifelhaft sei zudem, ob der bürokratische Umsetzungsaufwand für eine temporäre „Interimslösung“ verhältnismäßig sei. fos

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