ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2018Heilmittelerbringung: Blankoverordnung soll bis März 2020 kommen

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Heilmittelerbringung: Blankoverordnung soll bis März 2020 kommen

Beerheide, Rebecca

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Heilmittelerbringer sollen die Behandlungsdauer künftig selbst festlegen können. Foto: javiindy/stock.adob.com
Heilmittelerbringer sollen die Behandlungsdauer künftig selbst festlegen können. Foto: javiindy/stock.adob.com

Nach einem Treffen mit den Heil- und Hilfsmittelverbänden Mitte September hat das Bundesgesundheitsministerium Eckpunkte für eine Novellierung der Heil- und Hilfsmittelversorgung vorgelegt. Darin wird unter anderem die Blankoverordnung im Bereich der Heilmittelerbringung auf den Weg gebracht: So sollen per Gesetz der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) im Benehmen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bis Ende März 2020 „die Indikationen vereinbaren, bei denen eine sogenannte Blankoverordnung von Heilmittelleistungen durch Ärztinnen und Ärzte erfolgt.“

Weiter heißt es in den Eckpunkten: „Bei dieser Versorgungsform nehmen die Ärztinnen und Ärzte auch weiterhin die Indikationsstellung und die Verordnung eines Heilmittels vor, die konkrete Auswahl der Heilmittelleistung sowie die Bestimmung der Behandlungsfrequenz und Behandlungsdauer erfolgen aber durch den Heilmittelerbringer.“ Damit die Verantwortung für die Wirtschaftlichkeit nicht bei den Vertragsärzten liegt, „haben GKV-SV und SHV in ihrer Vereinbarung auch die höhere Verantwortung der Heilmittelerbringer für die künftigen Mengenentwicklungen zu berücksichtigen.“ Die Auswirkung dieser Regelung sollen Krankenkassen und Heilmittelverbände evaluieren. bee

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