ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2018Projekt zur intensiveren Arzt-Patienten-Kooperation

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Projekt zur intensiveren Arzt-Patienten-Kooperation

Dtsch Arztebl 2018; 115(39): [4]

Glöser, Sabine

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Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, will mit seinem Projekt „Making SDM a Reality“ eine partnerschaftliche Form der Arzt-Patienten-Kooperation fördern. „SDM“ steht für „Shared Decision Making“. Ziel ist es, Patienten stärker in Entscheidungen über ihre Behandlungen einzubinden und so die Versorgungsqualität zu verbessern.

Foto: rogerphoto/stock.adobe.com
Foto: rogerphoto/stock.adobe.com

Innerhalb der nächsten vier Jahre soll „Shared Decision Making“ in sämtlichen Einheiten in Kiel etabliert und zum Standardverfahren der Therapieentscheidung werden. Dabei wollen die Wissenschaftler im klinischen Alltag die neuesten medizinischen Erkenntnisse einerseits und die Präferenzen der Patienten andererseits in einem strukturierten Prozess zusammenführen.

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Mit dem Interventionsprogramm soll die Gesundheitskompetenz der Patienten in Bezug auf ihre Erkrankung gefördert und zugleich die Versorgungs- und Indikationsqualität im Uniklinikum verbessert werden. Das Programm „Share to care“ umfasst insgesamt vier Module: Kommunikationstrainings für Ärzte, Qualifizierung des Pflegepersonals, Anregungen für Patienten sowie die Bereitstellung evidenzbasierter und laienverständlicher Patienteninformation auf einer Onlineplattform. „Wir wollen zeigen, dass wir die am besten passende Behandlung dann identifizieren, wenn Patienten aktiv mitentscheiden. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen“, sagte Projektleiter Professor Dr. Friedemann Geiger.

Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) fördert das Vorhaben mit 14 Millionen Euro. Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein kooperiert in diesem Projekt mit Partnern am Universitätsklinikum Tromsø in Norwegen, wo „Shared Decision Making“ analog etabliert wird. Weitere zentrale Projektpartner sind die Ludwig-Maximilian-Universität München und die Techniker Krankenkasse. Ferner wird das Projekt von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterstützt. sg

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