ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2018Traumatische Dissektion der A. brachialis im Zuge einer proximalen Humerusfraktur

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Traumatische Dissektion der A. brachialis im Zuge einer proximalen Humerusfraktur

Traumatic dissection of the brachial artery as the result of a proximal humerus fracture

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(40): 665; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0665

Wurm, Markus; Kirchhoff, Chlodwig; Zyskowski, Michael

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3-D-Volume Rendering der CT-Angiografie der proximalen Humerusfraktur sowie der traumatischen Dissektion der A.brachialis (siehe Pfeile)
3-D-Volume Rendering der CT-Angiografie der proximalen Humerusfraktur sowie der traumatischen Dissektion der A.brachialis (siehe Pfeile)
Abbildung
3-D-Volume Rendering der CT-Angiografie der proximalen Humerusfraktur sowie der traumatischen Dissektion der A.brachialis (siehe Pfeile)

Eine 79-jährige Patientin wurde via Rettungsdienst in unserer chirurgischen Notaufnahme nach Stolpersturz auf die linke Seite vorstellig. Sie präsentierte sich mit Schmerzen im Bereich der linken Schulter sowie eingeschränkten peripheren Pulsen im Bereich der linken oberen Extremität (A.radialis et ulnaris). Als weitere Auffälligkeit zeigte sich eine Hypästhesie im Bereich des Versorgungsgebietes des N. ulnaris (Dig IV/V) links.

Die konventionelle Röntgendiagnostik der linken Schulter ergab das Bild einer proximalen Humerusfraktur. Eine aufgrund des klinischen Zustandsbildes im Weiteren durchgeführte CT-Angiografie der linken oberen Extremität zeigte eine traumatische Dissektion der A. brachialis im Bereich der Frakturzone.

Die Patientin wurde umgehend interdisziplinär (Gefäßchirurgie/Unfallchirurgie) operativ via eines erweiterten deltoideopektoralen Zugangs versorgt. Die Verletzung der A. brachialis wurde mittels eines Gefäßinterponates sowie die Fraktur via Plattenosteosynthese behandelt.

Postoperativ zeigten sich die peripheren Pulse kräftig tastbar und die Hypästhesie regredient. Die Patientin konnte fünf Tage postoperativ mit intakter peripherer Durchblutung, Motorik und Sensibilität entlassen werden.

Dr. med. Markus Wurm, Dr. med. Michael Zyskowski, Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff,
Abteilung und Poliklinik für Unfallchirurgie, Klinikum Rechts der Isar, Technische Universität München, Chlodwig.Kirchhoff@mri.tum.de

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Wurm M, Zyskowski M, Kirchhoff C: Traumatic dissection of the brachial artery as the result of a proximal humerus fracture. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 665. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0665

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

3-D-Volume Rendering der CT-Angiografie der proximalen Humerusfraktur sowie der traumatischen Dissektion der A.brachialis (siehe Pfeile)
3-D-Volume Rendering der CT-Angiografie der proximalen Humerusfraktur sowie der traumatischen Dissektion der A.brachialis (siehe Pfeile)
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