ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2018Ein langsam zurückweichender Haaransatz

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Ein langsam zurückweichender Haaransatz

A slowly receding hairline

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(40): 673; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0673

Jalali, Bijan Koushk; Tigges, Christian; Kreuter, Alexander

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Eine 75-jährige Frau stellte sich mit einem seit zehn Jahren bestehenden, langsam progredienten Haarausfall vor, der ausschließlich den Haaransatz sowie die Augenbrauen betrifft. Klinisch zeigte sich eine bandförmige Alopezie mit deutlich rückgetretener frontotemporaler Haargrenzlinie, die sich klar von der aktinisch geschädigten Haut der Stirn abgrenzte. Bereits erfolgte Vortherapien mit Methotrexat und Acitretin blieben erfolglos. Auf Grundlage des charakteristischen klinischen Bildes wurde die Diagnose einer frontal fibrosierenden Alopezie (FFA) gestellt. Die FFA ist eine seltene Form der vernarbenden Alopezie, die überwiegend postmenopausale Frauen betrifft. Die Ätiopathogenese der FFA ist ungeklärt, es wird jedoch ein Zusammenhang mit dem Lichen planus diskutiert. Eine probebioptische Abklärung ist nur in unklaren Fällen und zur Abgrenzung anderer Formen der Alopezie notwendig. Eine kausale Therapie existiert nicht. Wir behandelten mit Hydroxychloroquin und topischen Kortikosteroiden, was den Haarausfall stoppte.

Dr. med. Bijan Koushk Jalali, Dr. med. Christian Tigges, Prof. Dr. med. Alexander Kreuter, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie,
HELIOS St. Elisabeth Krankenhaus Oberhausen, Universität Witten-Herdecke, a.kreuter@derma.de

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Koushk Jalali B, Tigges C, Kreuter A: A slowly receding hairline. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 673. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0673

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

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