ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2018Telematikinfrastruktur: Frist zur Anbindung wird verlängert

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Telematikinfrastruktur: Frist zur Anbindung wird verlängert

dpa; Schmedt, Michael

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Die Anbindung aller Praxen an die TI war bislang nicht möglich, weil die notwendigen Komponenten nicht zur Verfügung standen. Foto: sebra/stock.adobe.com
Die Anbindung aller Praxen an die TI war bislang nicht möglich, weil die notwendigen Komponenten nicht zur Verfügung standen. Foto: sebra/stock.adobe.com

 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Frist für den Anschluss der Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) um ein halbes Jahr verlängern, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte den Bericht. Es bleibe aber dabei, dass Praxisinhaber bis Jahresende einen Anschluss bestellt und den Vertrag unterzeichnet haben müssten. Wenn die Ärzte eine entsprechende Vereinbarung nachweisen, greifen die vorgesehenen Sanktionen wie Honorarabzug erst ab dem 1. Juli 2019.

Ärztevertreter hatten schon lange gefordert, die bisher bis zum 31. Dezember dieses Jahres laufende Frist für den Anschluss ans Datennetz zu verlängern. Bei der Überschreitung der Frist hätten Sanktionen wie Honorarabzug gedroht.

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Die Telematikinfrastruktur soll alle Beteiligten des Gesundheitswesens wie Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen vernetzen. Es müssen rund 150 000 Arzt- und Zahnarztpraxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen werden. Die gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte schätzt, dass bis zum Jahresende aber maximal 50 000 Praxen angeschlossen sein werden. Das liegt vor allem daran, dass bis Anfang September nur ein Konnektor von einem Anbieter verfügbar war. dpa/mis

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