ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2018Landarztinitiative in Rheinland-Pfalz: Landarztquote und mehr Studierende avisiert

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Landarztinitiative in Rheinland-Pfalz: Landarztquote und mehr Studierende avisiert

Hillienhof, Arne

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Bis zu zehn Prozent der Studienplätze sollen für künftige Landärzte reserviert sein. Foto: dpa
Bis zu zehn Prozent der Studienplätze sollen für künftige Landärzte reserviert sein. Foto: dpa

Eine „Landarztinitiative“ haben die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und der Wissenschaftsminister des Landes, Konrad Wolf (SPD), vorgestellt. „Es bedarf großer gemeinsamer Anstrengungen auf allen Ebenen, um junge Menschen von den vielen positiven Seiten des Hausarztberufs zu überzeugen und Ärzte auch für eine Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Das Maßnahmenbündel sieht unter anderem eine Landarztquote und eine Erhöhung der Medizinstudienplätze um 13 Prozent bis zum Ende der Legislaturperiode vor.

Bätzing-Lichtenthäler kündigte an, dem Kabinett in den nächsten Wochen einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Einführung einer Landarztquote noch in dieser Legislaturperiode vorsieht. „Damit werden wir bis zu zehn Prozent der Medizinstudienplätze in Rheinland-Pfalz an Bewerber vergeben können, die sich verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung für bis zu zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten“, so die Gesundheitsministerin.

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Anfang Juni hatte bereits das Kabinett in Nordrhein-Westfalen (NRW) einen Gesetzentwurf zur Landarztquote im Medizinstudium verabschiedet. Dort sollen über diese Vorabquote 7,6 Prozent der Plätze vergeben werden. hil

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