ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2018Fernbehandlung: Thüringen ebnet den Weg in der Berufsordnung

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Fernbehandlung: Thüringen ebnet den Weg in der Berufsordnung

Dtsch Arztebl 2018; 115(40): A-1728

Hillienhof, Arne

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Eine Fernbehandlung hat in Grenzen bereits der diesjährige Deutsche Ärztetag befürwortet. Foto: M.Dörr & M.Frommherz/stock.adobe.com
Eine Fernbehandlung hat in Grenzen bereits der diesjährige Deutsche Ärztetag befürwortet. Foto: M.Dörr & M.Frommherz/stock.adobe.com

Auch in Thüringen sollen Ärzte künftig bestimmte Patienten ausschließlich über Kommunikationsmedien behandeln können. Eine entsprechende Änderung der Berufsordnung hat jetzt die Kammerversammlung beschlossen.

Die Delegierten sind damit dem Beschluss des 121. Deutschen Ärztetages gefolgt und haben den im Mai in Erfurt beschlossenen Passus in die eigene Berufsordnung übernommen. Im § 7 der Berufsordnung für Thüringer Ärzte heißt es nun unter anderem: „Eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien ist im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt ... gewahrt wird ...“. Für die Thüringer Kammerpräsidentin Dr. med. Ellen Lundershausen ist der unmittelbare Arzt-Patienten-Kontakt jedoch nach wie vor der Goldstandard: „Insofern möchten wir die Möglichkeit der Fernbehandlung eher als Ergänzung betrachten“, sagte sie.

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Diskutiert über die Chancen und Grenzen der Fernhandlung wird auch am 29. November in Hamburg bei der von der Bundes­ärzte­kammer und der Hamburger Hochschule für Rechtswissenschaft „Bucerius Law Scholl“ veranstalteten Herbsttagung zur „Zukunft der Fernbehandlung“. hil

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