ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2018Christian Wolf: Ehrenamtlicher Briefwechsel mit Inhaftierten

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Christian Wolf: Ehrenamtlicher Briefwechsel mit Inhaftierten

Dtsch Arztebl 2018; 115(40): A-1767 / B-1485 / C-1471

Spielberg, Petra

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Christian Wolf, Foto: privat
Christian Wolf, Foto: privat

Der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. med. Christian Wolf ist einer von mehreren Hundert Ehrenamtlichen, die für das Schwarze Kreuz Christliche Straffälligenhilfe e.V. in Deutschland im Briefaustausch mit Gefangenen stehen. Vorbereitet wurde der 75-Jährige im Frühjahr 2018 auf das ungewöhnliche Ehrenamt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Oldenburg. Seither schreibt er regelmäßig einem Inhaftierten in der JVA Sehnde.

„Mein erstes Anschreiben wurde dann sehr bald beantwortet. Inzwischen gestaltet sich der Briefwechsel zu einem zuverlässigen Austausch, der allerdings wegen der bekannten Kontrollen mit einer gewissen Zeitdauer verbunden ist“, sagt Wolf. Er könne sich dennoch gut vorstellen, noch einen weiteren Briefkontakt zu übernehmen. Seine medizinische Qualifikation, bei der er gelernt habe, zuzuhören und Menschen frei von Sympathie oder Antipathie zu begegnen, trage dazu bei, sich unvoreingenommen auf den Briefwechsel mit Gefängnisinsassen einzulassen. „Um die Resozialisierung eines Inhaftierten zu unterstützen, ist es sinnvoll, seine gegenwärtige und zukünftige Lebenssituation zu reflektieren. Ich selbst gewinne dabei auch, nämlich das Schicksal eines Inhaftierten ohne Vorurteil und mit Toleranz wahrzunehmen“, erklärt Wolf.

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Wolf studierte Humanmedizin in Münster, Kiel und Düsseldorf. Nach seiner Promotion absolvierte er eine Weiterbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater. Von 1977 bis 2006 war er in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Kinderklinik im Klinikum Oldenburg tätig. Petra Spielberg

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