ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1996Berliner Kassenärzten droht Rückzahlung für Arzneiverordnungen

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Berliner Kassenärzten droht Rückzahlung für Arzneiverordnungen

Maus, Josef

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LNSLNS BERLIN. Den Berliner Kassenärzten drohen Ausgleichszahlungen für die Überschreitung des Arzneimittelbudgets. Anlaß für die Sorge der Kassenärztlichen Vereinigung ist die Festlegung des Arzneimittelbudgets für 1995 durch das Schiedsamt. Es war angerufen worden, nachdem sich die KV und die Krankenkassen nicht über eine Budgethöhe hatten einigen können.
Nach Schätzung der Kassenärztlichen Vereinigung dürfte das tatsächliche Verordnungsvolumen der Berliner Kassenärzte um rund 55 Millionen DM über dem nunmehr festgelegten Budget liegen. Für die hausärztlich tätigen "Hauptverordner" könnten daraus Rückzahlungsverpflichtungen von mehr als 20 000 DM resultieren. Dr. Gerhard Timm, Hauptgeschäftsführer der KV Berlin, fürchtet: "Das bedeutet für viele Praxen eine ernsthafte Existenzgefährdung."
Timm schließt eine Klage der KV gegen die Entscheidung des Schiedsamtes nicht aus. Zugleich erwäge die KV, "die drohende Katastrophe vor allem für die Berliner Hausärzte an die Öffentlichkeit zu bringen". JM
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