ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2018Migräneattacken: Antikörperinjektion in Deutschland bald verfügbar

AKTUELL

Migräneattacken: Antikörperinjektion in Deutschland bald verfügbar

Dtsch Arztebl 2018; 115(41): A-1790 / B-1506 / C-1492

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
An Migräneattacken leiden in Deutschland rund sechs bis acht Prozent der Männer und etwa 20 Prozent der Frauen. Foto: m-imagephotography / iStockphoto
An Migräneattacken leiden in Deutschland rund sechs bis acht Prozent der Männer und etwa 20 Prozent der Frauen. Foto: m-imagephotography / iStockphoto

Zur Verringerung von Migräneattacken sollen in Deutschland zum Jahresende neue Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Darauf haben Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und Deutsche Schmerzgesellschaft hingewiesen. Bei den neu zugelassenen Medikamenten handelt es sich um Antikörper, die die Wirkung des Botenstoffs CGRP (Calcitonin Gene-Related-Peptide) blockieren. Dieser ist den Fachgesellschaften zufolge für Migräneattacken mitverantwortlich. „Eines der drei Medikamente (Erenumab) ist bereits für die vorbeugende Behandlung von Migräne bei Erwachsenen auf dem europäischen Markt zugelassen und wird vermutlich Ende des Jahres in deutschen Apotheken zur Verfügung stehen“, berichteten DMKG und Deutsche Schmerzgesellschaft. Die beiden anderen Präparate, Galcanezumab und Fremanezumab, seien bereits in den USA zugelassen. Für den europäischen Markt werde die Entscheidung in Kürze erwartet. Nach Ansicht von Dr. med. Tim Jürgens, Kongresspräsident des Deutschen Schmerzkongresses 2018, ist die neue Option vor allem für Patienten geeignet, die schwer und häufig von Migräneattacken betroffen sind und bei denen bislang verfügbare Mittel nicht gut gewirkt haben oder die für sie nicht gut verträglich waren.

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema