ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2018Susanna Karawanskij: Neue Ministerin will Pharma-Skandal aufklären

PERSONALIEN

Susanna Karawanskij: Neue Ministerin will Pharma-Skandal aufklären

Dtsch Arztebl 2018; 115(41): A-1829 / B-1535 / C-1521

Spielberg, Petra

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Susanna Karawanskij, Foto: privat
Susanna Karawanskij, Foto: privat

Neue Ge­sund­heits­mi­nis­terin von Brandenburg ist die Linken-Politikerin Susanna Karawanskij. Die 38-Jährige folgt Diana Golze (Die Linke) nach, die der Skandal um das Pharmaunternehmen Lunapharm Mitte September zum Rücktritt zwang. Die Firma soll in Deutschland mit gestohlenen Krebsmedikamenten aus Griechenland gehandelt haben. Den Aufsichtsbehörden hatte eine Untersuchungskommission strukturelle Mängel bescheinigt.

Vor dem Landtag verdeutlichte Karawanskij, dass sie sich bis zur Landtagswahl in einem Jahr vorrangig um die Aufarbeitung des Arzneimittelskandals kümmern wolle. Sie kündigte an, die Strukturen der Aufsicht und die Arbeitsweise des Ministeriums zu verbessern. „Das beginnt bei der Aktenführung und erstreckt sich bis auf die interne Kommunikation“, sagte Karawanskij. Wenn es um Patienteninteressen gehe, dürften Maßnahmen nicht auf Verfahrenswegen versanden, so die Ministerin. Auch wolle sie den Vorschlag der CDU prüfen, für betroffene Patienten einen Entschädigungsfonds einzurichten.

Anzeige

Karawanskij wurde 1980 in Leipzig geboren. Die studierte Politik- und Kulturwissenschaftlerin war von 2006 bis 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin an der Universität Leipzig. 2013 wurde sie über die Landesliste Sachsen in den Bundestag gewählt. Dort war sie Sprecherin für Kommunalfinanzen. 2017 verpasste sie den Wiedereinzug ins Parlament. Bis zu ihrer Nominierung zur Ge­sund­heits­mi­nis­terin war Karawanskij wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion Die Linke. Petra Spielberg

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige