ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2018Impfkritik: Offene Fragen
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Die in dem Artikel erwähnte TOKEN-Studie des RKI, in der zwischen Juli 2005 und Juli 2008 insgesamt 254 ungeklärte, plötzliche und unerwartete Todesfälle auf mögliche Zusammenhänge mit vorausgegangenen Sechsfachimpfungen analysiert wurden, kann nun gar nicht als Beweis für die Sicherheit von Impfstoffen dienen, denn direkt nach Studienbeginn zog der Hersteller, Sanofi Pasteur MSD, den inkriminierten HEXAVAC-Impfstoff zurück, nachdem die EMA ein Ruhen der Zulassung angeordnet hatte – angeblich wegen einer zu geringen Immunogenität gegen Hepatitis B. Damit konnte der verdächtige Impfstoff gar nicht mehr untersucht werden!

Auch haben von den erfassten 676 Fällen die Eltern von 254 verstorbenen Kindern teilgenommen, nur ein gutes Drittel. Vor allem datenschutzrechtliche und persönliche Gründe wurden genannt. Für die Studie wurden etwas mehr als 3 Mio. € veranschlagt, die nach Aufforderung durch die EMA überwiegend durch die Firmen Sanofi Pasteur MSD GmbH und GlaxoSmithKline Biologicals mit je 1,3 Mio. € übernommen wurden. Letztlich konnte die sehr aufwendige Studie wegen der Verzerrung durch schlechte Teilnahmequote und die bevorzugte Aufnahme von Kindern, die kurz nach einer Impfung verstorben sind, wichtige Fragen nicht beantworten ... Eine Klärung der Frage, ob sich das Risiko bei Impfstoffen verschiedener Hersteller unterscheidet, war wegen der Marktrücknahme von HEXAVAC nicht zu klären.

Besonders fragwürdig ist neben der Tat-sache, dass der verdächtige Impfstoff gar nicht mehr verfügbar war, dass die Studienergebnisse überhaupt erst 2011 sehr zeitverzögert und erst auf Druck eines prozessierenden Vaters der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

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Und bis heute wurde nicht kommuniziert, warum der HEXAVAC-Impfstoff vom Markt genommen wurde, ob jetzt nicht bei den damalig geimpften Kindern konsequenterweise eine Überprüfung des Hepatitis-B-Status ansteht und wer diese und etwaige Nachimpfungen bezahlt: Es gibt, wie mir gesagt wurde, keinen Rechtsnachfolger von Sanofi Pasteur MSD: Seit Januar 2017 vertreiben Merck und Sanofi-Aventis ihre Impfstoffe jeweils wieder in Eigenregie.

Ich hatte bereits 2005 die STIKO und in Publikationen sowie berufsinternen Foren wiederholt darauf hingewiesen, dass die einfachste Lösung, Todesfälle im zweiten Lebensjahr nach der vierten Sechsfachimpfung zu verhindern, die ist, auf eine vierte Impfung ganz zu verzichten und nach einem reduzierten „2+1 Schema“ sowie später zu impfen wie in Frankreich, Österreich und den skandinavischen Ländern.

Dr. med. Stephan Heinrich Nolte, 35039 Marburg/Lahn

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