ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2018Hannah Monyer: Einblicke in das Gedächtnis und das Lernen

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Hannah Monyer: Einblicke in das Gedächtnis und das Lernen

Dtsch Arztebl 2018; 115(41): A-1829 / B-1535 / C-1521

Spielberg, Petra

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Hannah Monyer, Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Hannah Monyer, Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Wie funktioniert unser Gedächtnis und wie lernen wir? Das sind Fragen, die Prof. Dr. med. Hannah Mon-yer antreiben. Für ihre Leistungen in der Hirnforschung, die auf experimentellen Methoden unter anderem aus der Gentechnik, der Optogenetik und der Elektrophysiologie beruhen, erhielt die Heidelberger Neurobiologin den diesjährigen Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Die 61-Jährige konzentriert sich bei ihren Forschungen auf die molekularen Mechanismen, die zu synchronen neuronalen Netzwerkaktivitäten führen und somit auch kognitive Prozesse wie Lernen und Erinnern ermöglichen. Monyer konnte zeigen, wie sogenannte inhibitorische Interneurone, die den Neurotransmitter GABA produzieren, mit anderen Nervenzellen verschaltet sind und diese im Millisekundenbereich synchronisieren. Ziel ihrer Forschung ist es auch, neue Einblicke in die Vorgänge bei psychischen und neurologischen Krankheiten zu gewinnen, die mit einem Verfall kognitiver Fähigkeiten einhergehen.

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Die gebürtige Rumänin lebt seit 1975 in Deutschland und studierte Medizin in Heidelberg. Nach der Promotion arbeitete sie in der Heidelberger Neuropädiatrie und der Kinderpsychologie. 1993 habilitierte sie sich und erhielt die Venia legendi für Biochemie. 1999 wurde sie auf eine Hermann und Lilly-Schilling-Stiftungsprofessur berufen. Seit 2002 leitet Monyer die Abteilung Klinische Neurobiologie, die am Deutschen Krebsforschungszentrum und am Universitätsklinikum Heidelberg angesiedelt ist. Petra Spielberg

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