ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Frances Arnold: Nobelpreisträgerin für Chemie

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Frances Arnold: Nobelpreisträgerin für Chemie

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1889 / B-1579 / C-1565

Richter-Kuhlmann, Eva

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Frances Arnold, Foto: dpa
Frances Arnold, Foto: dpa

Sie ist erst die fünfte Frau unter den rund 180 Chemie-Nobelpreisträgern der Geschichte: die 62-jährige Biochemikerin Frances Arnold, Professorin am California Institute of Technologie (Caltech) in Pasadena, USA. Sie erhält in diesem Jahr die eine Hälfte des Nobelpreises; die andere teilen sich die Biotechnologen George Smith und Gregory Winter. Alle drei gelten als Pioniere der gerichteten Evolution. Mit ihr legten sie den Grundstein für eine „grünere“ Chemie, Biokraftstoffe und für als hochwirksame Medikamente einsetzbare Antikörper. Kurz: Sie hätten die Chemie und die Entwicklung von Arzneien revolutioniert, begründete das Nobelkomitee in Stockholm seine Entscheidung am 3. Oktober.

Arnold gelang bereits vor mehr als zwanzig Jahren der entscheidende Durchbruch auf diesem Gebiet: 1993 gelang ihr die erste gerichtete Evolution an einem Enzym. Sie schuf mit dieser Technik extrem leistungsfähige Proteine, die nur noch die gewünschten Eigenschaften haben. Heute findet ihre Technik vor allem in der Arzneimittelforschung Anwendung: „Es gibt kaum eine Pharmafirma, die nicht eine Abteilung für gerichtete Evolution aufgebaut hat“, sagt Prof. Dr. h. c. Manfred Reetz vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mühlheim. Der erste Antikörper für die Medizin, der mittels gerichteter Evolution entstand, war Adalimumab. 2003 wurde er in Deutschland für die Behandlung der Rheumatoiden Arthritis zugelassen. Dem Paul-Ehrlich-Institut zufolge folgten 80 weitere Antikörper. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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