ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Zusatzbeitrag soll leicht abgesenkt werden

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Zusatzbeitrag soll leicht abgesenkt werden

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1841 / B-1547 / C-1533

afp; Maybaum, Thorsten

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Der Zusatzbeitrag wird künftig jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Foto: dpa
Der Zusatzbeitrag wird künftig jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Foto: dpa

Der Schätzerkreis der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) aus Experten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesversicherungsamtes und des GKV-Spitzenverbandes hat empfohlen, den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz um 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent abzusenken. Bis zum 1. November muss das BMG darüber offiziell entscheiden. Grundlage sind Berechnungen des Schätzerkreises für die Ausgaben und Einnahmen der GKV für das kommende Jahr. Demnach sollen die Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 231,1 Milliarden Euro inklusive Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro liegen und sich die Ausgaben voraussichtlich auf 244,4 Milliarden Euro belaufen. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben müssen die Kassen vorwiegend über den Zusatzbeitrag ausgleichen, der je nach Kasse unterschiedlich sein kann. Die Absenkung gilt als wahrscheinlich. Der Beitrag zur GKV besteht aus zwei Teilen: Derzeit liegt der allgemeine Beitrag bei 14,6 Prozent des Bruttolohns, der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,0 Prozentpunkten des Bruttolohns. In Zukunft könnte letzterer demnach bei 0,9 Prozentpunkten liegen. Je nach Finanzlage dürfen die Krankenkassen von diesem Durchschnittsbeitrag abweichen. Der Zusatzbeitrag war bisher von den Mitgliedern allein zu bezahlen, ab Januar soll er – so wie der fixe allgemeine Beitrag – wieder zur Hälfte von den Arbeitgebern getragen werden. afp/may

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