ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Sterbehilfe: Weltärztebund lehnt Tötung auf Verlangen weiter ab

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Sterbehilfe: Weltärztebund lehnt Tötung auf Verlangen weiter ab

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1846

KNA; Hillienhof, Arne

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Bei der Sterbehilfe bleibt der Weltärztebund bei seiner Linie. Foto: picture alliance
Bei der Sterbehilfe bleibt der Weltärztebund bei seiner Linie. Foto: picture alliance

Der Weltärztebund (WMA) hat sein Nein zur Tötung auf Verlangen und zur Beihilfe zum Suizid bekräftigt. Bei der Generalversammlung in Island wurde ein Ansuchen der kanadischen und niederländischen Ärztekammern abgelehnt, wonach die WMA offiziell eine „neutrale Position“ gegenüber aktiver Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid einnehmen sollte. Das berichtet das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik in seinem aktuellen Newsletter „Bioethik aktuell“.

Infolge der jüngsten WMA-Entscheidung verließ demnach die kanadische Ärztekammer den Weltärztebund, wenn auch nicht ohne internen Widerstand, wie es hieß. Die kanadische Ärztevereinigung „Physiciansʼ Alliance against Eu-thanasia“, der mehr als 1 100 Ärzte angehören, hatte sich von den Positionen ihrer Standesvertretung distanziert. Erst vor einem Jahr hatte die WMA in einer Stellungnahme zu einem ähnlichen Ansuchen Aus-traliens die Tötung auf Verlangen und die Beihilfe zum Suizid als „unethisch“ bezeichnet; sie seien von der Ärzteschaft zu verurteilen. „Wo die Assistenz des Arztes absichtlich darauf gerichtet ist, einem Individuum zu ermöglichen, sein eigenes Leben zu beenden, handelt der Arzt unethisch“, hieß es damals seitens des WMA. kna/hil

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