ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Suchtverhalten: Neue Medien verändern Art der Glücksspiele

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Suchtverhalten: Neue Medien verändern Art der Glücksspiele

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1884 / B-1575 / C-1561

Hillienhof, Arne

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Foto: Anastassiya/stock.adobe.com
Foto: Anastassiya/stock.adobe.com

Glücksspiel ist in Deutschland weiterhin verbreitet. Rund 40 Prozent der 16- bis 70-Jährigen geben an, im vergangenen Jahr Glücksspiele gespielt zu haben. Rund eine halbe Million Menschen dieser Altersgruppe haben ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten. Das berichtete kürzlich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Danach ist insbesondere unter jungen Menschen im Alter von 21 bis 25 Jahren problematisches Glücksspiel verbreitet. Ein überdurchschnittlich hohes Risiko, eine Suchtproblematik infolge ihres Glücksspielverhaltens zu entwickeln, haben laut der BZgA 18- bis 25-jährige Männer mit niedrigerem Bildungsgrad und Migrationshintergrund. Auch verändere sich die Art der Glücksspiele, wie die Fachstelle Glücksspielsucht in der Ambulanten Suchthilfe Bethel des Evangelischen Klinikums Bethel angibt: Der Klassiker „Automatenspiele“ stagniere, Onlinespiele und Sportwetten nähmen zu.

Laut der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern gibt die Glücksspielindustrie jährlich mehrere Hundert Millionen Euro für Werbung aus. Gerade Jugendliche, die per Gesetz in besonderem Maße vor den Risiken des Glücksspielens geschützt werden sollen, erreiche diese aggressive Form der Werbung sehr schnell und wirksam.

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Hilfe bei problematischem Glücksspiel bietet unter anderem die BZgA mit ihrer Kampagne „Check dein Spiel“. Sie beinhaltet unter anderem einen Onlineselbsttest und ein Onlineverhaltensänderungsprogramm. hil

www.check-dein-spiel.de/

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