ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Organspende: Spahn will Neuregelung bis Mitte 2019

AKTUELL

Organspende: Spahn will Neuregelung bis Mitte 2019

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1840 / B-1546 / C-1532

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Auf ein Spenderorgan warten in Deutschland rund 10 000 Menschen. Foto: picture alliance
Auf ein Spenderorgan warten in Deutschland rund 10 000 Menschen. Foto: picture alliance

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will bis zum nächsten Sommer eine mögliche Neuregelung der Organspende einleiten. „Wir sollten bis Mitte des nächsten Jahres eine Entscheidung getroffen haben“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Gemeinsam mit anderen Abgeordneten werde er als Parlamentarier einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf für eine Widerspruchslösung erarbeiten. Diese sieht vor, dass einem hirntoten Menschen Organe entnommen werden können, wenn er oder seine Hinterbliebenen sich nicht ausdrücklich dagegen gewandt haben. Bislang ist die Organspende nur bei ausdrücklicher Einwilligung möglich. Der Minister sagte, er wünsche sich „eine breite und sachliche Debatte“. Dabei müssten auch die Gegenargumente auf den Tisch kommen. Die Widerspruchslösung sei zwar ein Eingriff in die persönliche Freiheit. Diesen halte er aber für notwendig. Er habe Verständnis dafür, wenn es in der Bevölkerung Unbehagen mit seinem Vorschlag gebe – immerhin gehe es um das Sterben und um den Tod. Wenn allerdings „10 000 Menschen hoffen und warten und die Chance da wäre, Leben zu retten, zu verlängern, darf uns das nicht gleichgültig sein“, mahnte Spahn. afp

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema