ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018E-Health: Berliner Kammer für ausschließliche Fernbehandlung

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E-Health: Berliner Kammer für ausschließliche Fernbehandlung

Hillienhof, Arne

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Die Videosprechstunde ist in Berlin demnächst auch beim Erstkontakt zum Patienten möglich. Foto: vm/iStockphoto
Die Videosprechstunde ist in Berlin demnächst auch beim Erstkontakt zum Patienten möglich. Foto: vm/iStockphoto

In Berlin soll die ausschließliche Fernbehandlung von Patienten im Einzelfall bald möglich sein. Einer entsprechenden Änderung der Berufsordnung hat die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin zugestimmt. Die Kammer schließt sich dabei den Entscheidungen des 121. Deutschen Ärztetags in Erfurt an und übernimmt die entsprechende Passage in der (Muster-)Weiterbildungsordnung im Wortlaut. Demnach ist eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Beratung, Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird. Die Senatsverwaltung für Gesundheit muss den Änderungen als zuständige Aufsichtsbehörde noch zustimmen. Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, begrüßte die Neuerung. „Der verantwortungsvolle, ergänzende Einsatz moderner Kommunikationsmedien erweitert die Behandlungsmöglichkeiten und dient der Stärkung des Arzt-Patienten-Verhältnisses“, sagte er. Der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient bleibe gleichwohl der Goldstandard. Dieser sei nicht durch Technik ersetzbar, so der Kammerpräsident. hil

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