ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Pflegeversicherung: Bundeskabinett beschließt höhere Beiträge

AKTUELL

Pflegeversicherung: Bundeskabinett beschließt höhere Beiträge

KNA

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Pflegeleistungen sollen bis Ende 2018 nach Kassenangaben schätzungsweise rund 3,46 Millionen Menschen erhalten. Foto: michaeljung/stock.adobe.com
Pflegeleistungen sollen bis Ende 2018 nach Kassenangaben schätzungsweise rund 3,46 Millionen Menschen erhalten. Foto: michaeljung/stock.adobe.com

Die Pflegeversicherung soll ab Januar teurer werden. Das Bundeskabinett beschloss kürzlich, die Beiträge um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent anzuheben. Für Kinderlose beträgt der Satz künftig 3,3 Prozent. Die Anhebung des Beitragssatzes führt laut Bundesgesundheitsministerium zu Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro. Das garantiere Beitragsstabilität bis 2022. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, gute Pflege müsse der Gesellschaft etwas Wert sein. Er begründete den Kostenanstieg mit verbesserten Leistungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Dringend müssten auch die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessert werden. Die Pflegeversicherung werde deshalb in diesem Jahr ein Defizit von voraussichtlich mehr als drei Milliarden Euro aufweisen. Zusätzliche Kosten werden auch durch das 2019 in Kraft tretende Pflegepersonal-Stärkungsgesetz erwartet. Grüne, FDP und GKV-Spitzenverband forderten einen Steuerzuschuss für die Pflegeversicherung. kna

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote