ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Pflegeversicherung: Bundeskabinett beschließt höhere Beiträge

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Pflegeversicherung: Bundeskabinett beschließt höhere Beiträge

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1844 / B-1548 / C-1534

KNA

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Pflegeleistungen sollen bis Ende 2018 nach Kassenangaben schätzungsweise rund 3,46 Millionen Menschen erhalten. Foto: michaeljung/stock.adobe.com
Pflegeleistungen sollen bis Ende 2018 nach Kassenangaben schätzungsweise rund 3,46 Millionen Menschen erhalten. Foto: michaeljung/stock.adobe.com

Die Pflegeversicherung soll ab Januar teurer werden. Das Bundeskabinett beschloss kürzlich, die Beiträge um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent anzuheben. Für Kinderlose beträgt der Satz künftig 3,3 Prozent. Die Anhebung des Beitragssatzes führt laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium zu Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro. Das garantiere Beitragsstabilität bis 2022. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) betonte, gute Pflege müsse der Gesellschaft etwas Wert sein. Er begründete den Kostenanstieg mit verbesserten Leistungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Dringend müssten auch die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessert werden. Die Pflegeversicherung werde deshalb in diesem Jahr ein Defizit von voraussichtlich mehr als drei Milliarden Euro aufweisen. Zusätzliche Kosten werden auch durch das 2019 in Kraft tretende Pflegepersonal-Stärkungsgesetz erwartet. Grüne, FDP und GKV-Spitzenverband forderten einen Steuerzuschuss für die Pflegeversicherung. kna

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