ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2018Apothekertag: Impfungen in Apotheken vorstellbar

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Apothekertag: Impfungen in Apotheken vorstellbar

Dtsch Arztebl 2018; 115(42): A-1842

dpa; Hillienhof, Arne

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Apotheker könnten erweiterte Aufgaben erhalten, findet der Ge­sund­heits­mi­nis­ter. Foto: dpa
Apotheker könnten erweiterte Aufgaben erhalten, findet der Ge­sund­heits­mi­nis­ter. Foto: dpa

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich zu einer flächendeckenden Präsenz von Apotheken bekannt und hält zusätzliche Aufgaben für denkbar. Er könne sich vorstellen, dass in Apotheken geimpft werde, sagte der CDU-Politiker beim Deutschen Apothekertag in München. Angesichts voller Wartezimmer in Praxen sei über Bedingungen, mögliche Bereiche und die Vergütung zu diskutieren. Auch die Ärzte seien ins Boot zu holen. Der Minister warb dafür, die Digitalisierung des Gesundheitswesens auch im Arzneimittelgeschäft aktiv zu gestalten, statt sich von außen treiben zu lassen. So würden auch elektronische Rezepte kommen. In der Ärzteschaft, etwa von der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (SLAEK) und dem Deutschen Hausärzteverband (DHÄV), wurde der Vorschlag Spahns mit Kritik aufgenommen. Impfen stelle die Ausübung der Heilkunde dar und stehe somit als Gesamtprozess „Indikationsstellung, Aufklärung, Durchführung und Nachsorge“ in ärztlicher Verantwortung, sagte SLAEK-Präsident Dr. med. Erik Bodendieck. Die Impfung selbst müsse ohne Wenn und Aber bei einem Arzt durchgeführt werden, erklärte DHÄV-Chef Ulrich Weigeldt. Apotheker könnten aber auf Impflücken hinweisen. dpa/hil

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