ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2018David Capper: Harmonisierung der Hirntumordiagnostik

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David Capper: Harmonisierung der Hirntumordiagnostik

Dtsch Arztebl 2018; 115(43): A-1965 / B-1639 / C-1625

Richter-Kuhlmann, Eva

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David Capper – Foto: Charite – Universitätsmedizin Berlin
David Capper – Foto: Charite – Universitätsmedizin Berlin

Den Innovationspreis der Deutschen Hochschulmedizin erhielt in diesem Jahr Prof. Dr. med. David Capper, Neuropathologe der Charité – Universitätsmedizin Berlin, gemeinsam mit dem Biologen Dr. David T. W. Jones und dem Biostatistiker Dr. Martin Sill vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg sowie dem Bioinformatiker Dr. Volker Hovestadt von der Harvard Medical School, USA.

Die Forscher entwickelten ein neues Diagnoseverfahren für sämtliche etwa 100 Tumorarten des zentralen Nervensystems. Sie konnten zudem beweisen, dass dessen Einsatz bei zwölf Prozent aller Hirntumordiagnosen zu einer relevanten Diagnoseänderung im Vergleich zur konventionellen pathologischen Diagnostik führt. Das erstmals instituts- und länderübergreifende und damit von individuellen Interpretationen unabhängige Klassifikationssystem ist online verfügbar (www.molecularneuropathology.org). Es harmonisiert die Hirntumordiagnostik und hilft, zuverlässig die exakte Klasse des Tumors zu bestimmen. Die Ergebnisse seien eine wichtige Grundlage für spezifischere Therapieansätze, würdigte Prof. Dr. med. Ingo Autenrieth, Tübingen, die Arbeit bei der Preisvergabe auf dem Innovationsforum im September in Berlin.

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Capper studierte von 2000 bis 2008 Medizin in Tübingen und arbeitete von 2013 bis 2017 als Oberarzt der Neuropathologie am Uniklinikum Heidelberg. 2017 erhielt er eine Professur für Molekulare Neuropathologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Zudem ist er Gruppenleiter beim Deutschen Krebskonsortium Berlin.

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