ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2018Geburtshilfe: Debatte über Reform der Hebammenausbildung

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Geburtshilfe: Debatte über Reform der Hebammenausbildung

Dtsch Arztebl 2018; 115(43): A-1919 / B-1609 / C-1595

Hillienhof, Arne; dpa; KNA

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Die Hebammenausbildung dauert bisher drei Jahre und umfasst Unterricht in staatlich anerkannten Hebammen – schulen und an Kliniken. Foto: dpa
Die Hebammenausbildung dauert bisher drei Jahre und umfasst Unterricht in staatlich anerkannten Hebammen – schulen und an Kliniken. Foto: dpa

Hebammen und Entbindungshelfer sollen künftig in einem dualen Studium statt wie bisher an Hebammenschulen auf den Beruf vorbereitet werden. Das kündigte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) an. „Hebammen helfen beim Start ins Leben. Dafür brauchen sie die bestmögliche Ausbildung – theoretisch und praktisch“, sagte der Minister den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Minister will damit nicht nur ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag, sondern auch eine Richtlinie der Europäischen Union (EU) umsetzen, nach der die Ausbildung für das Berufsfeld bis zum 18. Januar 2020 reformiert sein muss. Vorgegeben von der EU sind zwölf Jahre Schulbildung und mehr Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten aus den Bereichen Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Allgemeinmedizin und Pharmakologie. Laut dem SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach sollte das Studium für Hebammen aber nur Angebot und nicht Pflicht sein. Viel wichtiger seien eine bessere Bezahlung von Hebammen und Kliniken für Geburten, betonte der SPD-Gesundheitspolitiker. Der Deutsche Hebammenverband begrüßte die Äußerungen Spahns. Deutschland sei mittlerweile das letzte EU-Land, in dem Hebammen noch nicht an Hochschulen ausgebildet würden. Wichtig sei, bei der Ausgestaltung eines dualen Studiums auch eine bestmögliche praktische Ausbildung zu gewährleisten.

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