ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2018Schmerzmedizin: Patienten bei Therapie stärker einbinden

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Schmerzmedizin: Patienten bei Therapie stärker einbinden

Dtsch Arztebl 2018; 115(43): A-1968 / B-1642 / C-1628

Hillienhof, Arne; Kahl, Kristin

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Foto: Kzenon/stock.adobe.com
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Patienten sind zufriedener und empfinden die Behandlung als besser, wenn sie nicht nur Medikamente erhalten, sondern Ärztinnen und Ärzte sie informieren und in die Therapieentscheidung einbinden. Außerdem sollten ihre Schmerzen erfasst und dokumentiert werden. Das berichten die Deutsche Schmerzgesellschaft und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.

Gerade nach Operationen sollten laut Fachgesellschaften Schmerzen regelmäßig gemessen und verglichen werden. Krankenhäuser könnten zum Beispiel an Vergleichsprojekten wie dem Register der Initiative QUIPS („Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“) teilnehmen. Eine Umfrage unter an QUIPS teilnehmenden Kliniken brachte unter anderem das Ergebnis, dass in Krankenhäusern, in denen die Schmerzen in der Krankenakte dokumentiert und die Patienten zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten informiert wurden, die schmerzbedingten Beeinträchtigungen geringer und die Zufriedenheit der Patienten höher waren.

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„Um die Qualität der Akutschmerzbehandlung zu verbessern, sind Empfehlungen und Leitlinien erarbeitet worden. Allerdings werden sie noch nicht überall konsequent umgesetzt“, kritisiert Prof. Dr. med. Carla Nau, Kongresspräsidentin des Deutschen Schmerzkongresses 2018 und Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Es gebe noch erheblichen Nachholbedarf beispielsweise bei der Verfügbarkeit von Akutschmerzdiensten. Nur zwei Drittel aller Kliniken haben solche Teams. Auch bei der Umsetzung der empfohlenen Therapien und der Schmerzdokumentation hapere es, kritisiert Nau.

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