ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2018Tattoo-Entfernung per Laser: Bundesrat erweitert Kreis auf alle approbierten Ärzte

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Tattoo-Entfernung per Laser: Bundesrat erweitert Kreis auf alle approbierten Ärzte

dpa; Maybaum, Thorsten

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In Deutschland dürfen bald nur noch Ärzte per Laser Tätowierungen oder Permanent-Make-up entfernen. Das hat der Bundesrat kürzlich in Berlin entschieden. Bisher bieten beispielsweise auch private Kosmetikstudios solche Eingriffe an. Änderungen an den geplanten Änderungen der Strahlenschutzverordnung der Bundesregierung gab es vom Bundesrat unter anderem in der Frage, welche Arztgruppen die Behandlung vornehmen dürfen. Der Regierungsentwurf hatte ursprünglich noch vorgesehen, dass in Zukunft nur Dermatologen und plastische Chirurgen dazu berechtigt sein sollten. Der Bundesrat erweiterte den Kreis jetzt. Nun sollen alle approbierten Ärzte berechtigt sein, sofern sie über die entsprechende Qualifikation verfügen. Diese muss durch ärztliche Weiter- oder Fortbildungen nachgewiesen werden. Die Neuregelung tritt Ende 2020 in Kraft, wie der Bundesrat mitteilte. Der Regierungsentwurf hatte eine dreimonatige Übergangsfrist vorgesehen.

Die Entscheidung des Bundesrats war noch kurz vor der Entscheidung kritisch beäugt worden. Der Wirtschaftsausschuss hatte zuletzt empfohlen, die Regelung ganz zu kippen. Der Gesundheitsausschuss wollte eine Ausweitung auf alle Ärzte. Die dermatologischen Verbände verlangen bereits seit Jahren, die Anwendung dieser Geräte nur entsprechend ausgebildeten Fachärzten zu erlauben. Auch die Bundesärztekammer hatte sich vehement dafür eingesetzt, im Sinne der Patientensicherheit bestehende Regelungslücken zu schließen.

Die Modernisierung des Strahlenschutzrechts führt zahlreiche Neuerungen ein und betrifft vor allem den Arbeitsschutz und den medizinischen Strahlenschutz. Der überwiegende Teil der Verordnung soll ab dem Jahresende gelten. Sofern die Bundesregierung die Vorgaben des Bundesrates umsetzt, kann die Verordnung in Kraft gesetzt werden.

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