ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2018Koordinierte Behandlung der Altersdepression in der Primärversorgung

MEDIZIN: Originalarbeit

Koordinierte Behandlung der Altersdepression in der Primärversorgung

Eine cluster-randomisiert kontrollierte Studie (GermanIMPACT)

Coordinated treatment of depression in elderly people in primary care—a cluster-randomized, controlled study (GermanIMPACT)

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(44): 741-7; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0741

Hölzel, Lars P.; Bjerregaard, Frederike; Bleich, Christiane; Boczor, Sigrid; Härter, Martin; König, Hans-Helmut; Kloppe, Thomas; Niebling, Wilhelm; Scherer, Martin; Tinsel, Iris; Hüll, Michael

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Die Behandlung der Altersdepression erfolgt meist in der Primärversorgung und ist aufgrund dortiger limitierter Ressourcen häufig suboptimal. Neue Versorgungsmodelle, in denen die hausärztliche Versorgung durch den Einsatz von Therapiebegleitern ergänzt wird, die kurze niederschwellige Interventionen durchführen, haben sich als vielversprechender Ansatz erwiesen.

Methode: In der Studie wurde mittels eines offenen, cluster-randomisiert kontrollierten Studiendesigns die Überlegenheit eines solchen Modells gegenüber der üblichen Behandlung durch den Hausarzt überprüft. Eingeschlossen wurden Hausarztpatientinnen und -patienten im Alter von 60 Jahren und älter, die eine mittlere depressive Symptomatik (PHQ-9: 10–14 Punkte) aufwiesen. Primäre Zielgröße war der Anteil remittierter Patienten (Wert < 5 im Patient-Health-Questionnaire; PHQ-9) nach Interventionsende (zwölf Monate nach Baseline). Registrierung: Deutsches Register für Klinische Studien: DRKS00003589.

Ergebnisse: 71 Hausärzte schlossen 248 Patienten ein, 109 in der Kontrollgruppe und 139 in der Interventionsgruppe. Nach „intention to treat“-Analysen waren 25,6 % (95-%-Konfidenzintervall: [18,3; 32,8]) der Patienten der Interventionsgruppe und 10,9 % [5,4; 16,5]) der Kontrollgruppe remittiert (p = 0,004).

Schlussfolgerung: Die Überlegenheit des neuen Versorgungsmodells konnte auch für den deutschen Versorgungskontext gezeigt werden.

LNSLNS

Die Depression ist bei Patienten, die das 65. Lebensjahr überschritten haben (im Folgenden als „ältere Patienten“ bezeichnet), mit einer Jahresprävalenz von 14 % eine der häufigsten psychischen Störungen (1). In der Primärversorgung weisen etwa 10 % der Patienten dieser Altersgruppe eine Depression auf (2). Neben der hohen Verbreitung kommt dem Störungsbild aufgrund der erheblichen Einschränkung von Funktionsfähigkeit und Lebensqualität (3) sowie der gesteigerten Mortalität durch Suizidalität (4) und schlechtere Krankheitsverläufe komorbider somatischer Erkrankungen (5) eine besondere Bedeutung zu.

Gerade ältere Patienten mit Depression weisen spezifische Versorgungsdefizite auf. So wird die korrekte Diagnostik durch somatische Komorbiditäten in Verbindung mit einer eher somatisch orientierten Symptompräsentation erschwert (6, 7). Zudem erhalten ältere Menschen seltener eine psychotherapeutische Behandlung – auch wenn diese indiziert wäre – und somit seltener eine leitlinienorientierte Therapie (8). Gründe hierfür liegen unter anderem in negativen Einstellungen gegenüber dem Altern und damit erwarteter schlechterer Behandelbarkeit der Depression auf Seite von Patienten, Ärzten und Psychotherapeuten, aber auch in mangelnden Informationen und Angst vor Stigmatisierung der Patienten und einer unzureichenden Vernetzung von Ärzten beziehungsweise Psychotherapeuten (9, 10). Eine Versorgung erfolgt zumeist ausschliesslich in der Primärversorgung (11, 12). Zwar besteht auch bei älteren Patienten ein Bedarf nach psychosozialen Interventionen (13, 14), allerdings gibt es Hinweise, dass eine Behandlung in diesem Setting bevorzugt wird, wenn die Diagnose in der Hausarztpraxis gestellt wird (13).

Neuere Versorgungsmodelle adressieren diese Versorgungsdefizite (15). Eines der erfolgreichsten ist das „Improving Mood – Promoting Access to Collaborative Treatment“-(IMPACT-)Modell (16). Die Behandlung der Depression erfolgt hier in Kooperation zwischen Hausarzt, Therapiebegleiter (engl. Care Manager) und supervidierendem Psychiater/Psychotherapeuten. Dieses Modell wurde in den USA entwickelt und erfolgreich evaluiert. Inzwischen ist es auf andere Gesundheitssysteme übertragen und dort ebenfalls erfolgreich evaluiert worden (17). Im Rahmen von GermanIMPACT wurde das Modell für das deutsche Versorgungssystem adaptiert und seine Effektivität im Vergleich zur Routinebehandlung untersucht.

Methode

GermanIMPACT wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (FKZ: 01GY1142). Vor Beginn der Rekrutierung wurde die Studie beim Deutschen Register für Klinische Studien (DRKS) registriert (DRKS00003589) und im publizierten Studienprotokoll ausführlich beschrieben (18). Die Studie wurde von der Ethik-Kommission der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (150/12) beraten. Eine umfassende Darstellung des Methodenteils findet sich unter (eMethodenteil).

Design

Ziel der Studie war der Vergleich von GermanIMPACT mit der üblichen Behandlung in der Primärversorgung („treatment as usual“, [TAU]) im Rahmen einer cluster-randomisiert kontrollierten Studie. Nach Einschluss erfolgte die Randomisierung der teilnehmenden Praxen auf Interventions- beziehungsweise Kontrollgruppe (IG; KG). Studienfokus, Intervention und Datenerhebung beziehen sich trotz clusterrandomisiertem Design auf den individuellen Patienten. Potenziell geeignete Patienten wurden mithilfe der Praxissoftware identifiziert, der Hausarzt ermittelte den aktuellen Schweregrad der depressiven Symptomatik mittels des Patient Health Questionnaires-9 (PHQ-9), informierte über die Studie und holte das Einverständnis zur Teilnahme ein. Die für die statistischen Auswertungen relevanten Daten wurden einheitlich vom jeweiligen Studienzentrum postalisch bei Baseline (t0), nach 6 (t1) und nach zwölf Monaten (t2) zum Interventionsende ebenfalls postalisch per Fragebogen erhoben. Die Studiendurchführung erstreckte sich von September 2012 (Beginn der Rekrutierung) bis August 2015 (Ende der Interventionsdurchführung).

Intervention

Im Rahmen der Studie fand eine gestufte Behandlung statt (Grafik 1). Diese orientierte sich am Befinden des jeweiligen Patienten. Die Behandlung wurde in Kooperation von Hausarzt (Facharzt für Allgemeinmedizin oder hausärztlicher Internist), Therapiebegleiter und supervidierendem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie beziehungsweise Psychologischen Psychotherapeuten (Supervisor) durchgeführt.

Darstellung der gestuften Behandlung in der German IMPACT-Studie
Darstellung der gestuften Behandlung in der German IMPACT-Studie
Grafik 1
Darstellung der gestuften Behandlung in der German IMPACT-Studie

Der Hausarzt diagnostizierte die Depression und leitete die Therapie ein. Er stand in regelmäßigem Austausch mit dem Therapiebegleiter, um sich über den Verlauf und notwendige Änderungen in der Behandlung abzustimmen.

Ein speziell geschulter Therapiebegleiter (insgesamt fünf an beiden Standorten) mit langjähriger Erfahrung in einem Gesundheitsberuf unterstützte die Therapie, indem er proaktiv und kontinuierlich den Kontakt mit dem Patienten aufrechterhielt. Die dem Patienten angepasste wöchentliche bis monatliche Unterstützung umfasste Psychoedukation (zu Symptomen, Krankheitsverlauf, Medikamenten, Nebenwirkungen et cetera), Aktivitätenaufbau, Rückfallprophylaxe und, wenn indiziert, Problemlösetraining. Der Erstkontakt fand in den Räumen der Praxis statt. Die Folgekontakte wurden per Telefon durchgeführt.

Die Kontrollbedingung bestand in der gewohnten Behandlung durch den Hausarzt, das heißt ohne den Einbezug eines Therapiebegleiters. Kontrollpatienten hatten vollen Zugang zu allen Versorgungsoptionen des Gesundheitssystems und zeigen daher das übliche Therapieverlaufsmuster.

Die Verordnung von Medikamenten wurde für keine der beiden Studienbedingungen eingeschränkt oder festgelegt.

Rekrutierung der Praxen

Auf Clusterebene wurden Hausarztpraxen innerhalb eines definierten Radius um die Stadtzentren Freiburg und Hamburg zur Studienteilnahme eingeladen.

Ein- und Ausschlusskriterien der Patienten

In die Studie eingeschlossen wurden Männer und Frauen mit der klinischen Diagnose einer unipolaren Depression. Die Studienteilnehmer waren 60 Jahre und älter und wiesen eine mittlere depressive Symptomatik mit 10 bis 14 Punkten auf dem PHQ-9 (19) auf. Patienten mit schweren Depressionen (> 14 Punkte) wurden ausgeschlossen und sollten leitliniengetreu in die Sekundärversorgung überwiesen werden. Voraussetzung waren in der Interventionsgruppe die Bereitschaft und Möglichkeit zu persönlichen und regelmäßigen telefonischen Kontakten mit dem Therapiebegleiter und in beiden Gruppen das schriftlich erklärte Einverständnis zur Teilnahme an der Studie mit insgesamt drei schriftlichen Befragungen.

Ausgeschlossen wurden Patienten mit einer bekannten Abhängigkeitserkrankung, erheblichen kognitiven Beeinträchtigungen (zum Beispiel Demenz) oder eine bereits begonnene Psychotherapie zum Zeitpunkt der Rekrutierung. Patienten mit bipolarer Störung, psychotischen Symptomen oder schweren Verhaltensauffälligkeiten sowie Suizidgefahr zum Zeitpunkt des Einschlusses waren ebenfalls ausgeschlossen.

Zielgrößen

Der Hauptfokus der Studie stellte die Veränderung der depressiven Symptomatik, gemessen mit dem PHQ-9 (19) über den Verlauf der Studiendauer von einem Jahr dar. Als oberstes Ziel einer Depressionsbehandlung war die Remission der depressiven Symptomatik nach zwölf Monaten der primäre Endpunkt der Studie, welcher entsprechend der gängigen Cut-Offs als ein PHQ-9 Punktwert von unter fünf operationalisiert wurde. Sekundäre Zielgrößen waren das Ansprechen auf die Behandlung („Response“), definiert als eine Symptomreduktion um 50 % oder mehr, und die dimensionale Veränderung der Symptomatik sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität (gemessen am EQ-5D-3L Indexwert [20]), Angstsymptome (Generalized Anxiety Disorder Scale [GAD-7] [21]), Verhalten in Bezug auf die Depression (modifiziert nach Ludman et al. [22]), Problemlösefertigkeiten (nach Bleich & Watzke, unveröffentlicht) und Resilienz (Resilienzskala Kurzform [RS-13] [23]).

Statistische Analysen

Die primäre Analyse vergleicht den Anteil remittierter Patienten zwölf Monate nach dem Start der Intervention mithilfe eines gemischten logistischen Regressionsmodells („mixed-effects logistic regression model“) in der ITT-Stichprobe.

Ergebnisse

In der Zeit von Juli 2012 bis November 2013 wurden 1 963 Hausärzte angeschrieben. Von diesen stimmten 99 einer Studienteilnahme zu und wurden entsprechend des Studiendesigns dem Interventions- oder dem Kontrollarm zugewiesen. Von diesen beteiligten sich 87 an einer Identifikation potenzieller Studienpatienten mithilfe der Praxissoftware, wodurch 1 505 potenzielle Studienteilnehmer (Alter, Diagnose in Akte vermerkt) identifiziert wurden. Schließlich konnten von 71 der Hausärzte 248 Patienten in die Studie eingeschlossen werden, von denen Baseline-Daten erhoben wurden. Nach zwölf Monaten (t2) schickten 210 Patienten einen ausgefüllten Fragebogen zurück. Gründe für die Beendigung der Studienteilnahme waren Verschiebungen der Bedeutung der depressiven Symptomatik durch Veränderungen der körperlichen oder Verbesserungen der psychischen Gesundheit, Unzufriedenheit mit der Intervention beziehungsweise dem damit verbundenen Aufwand oder der Beginn einer Psychotherapie. Drei Patienten verstarben, ein Zusammenhang der Todesfälle mit der Studie war nicht zu erkennen (Grafik 2).

Rekrutierung der Studienteilnehmer
Rekrutierung der Studienteilnehmer
Grafik 2
Rekrutierung der Studienteilnehmer

Stichprobenbeschreibung

Das Durchschnittsalter lag bei 71 Jahren (SD = 7,5 Jahre) (Tabelle 1). Etwa drei Viertel der Patienten waren Frauen. Bei der Baseline-Erhebung (t0) lag der mittlere PHQ-9 Wert in der Interventionsgruppe bei 10,76 (SD 4,1) Punkten und damit höher als in der Kontrollgruppe (9,73; SD 3,7). Der Anteil der allein lebenden Patienten war in der Interventionsgruppe etwas höher (52,9 %) als in der Kontrollgruppe (38,9 %).

Stichprobenmerkmale
Stichprobenmerkmale
Tabelle 1
Stichprobenmerkmale

Ergebnisse primäre Zielgröße

In der Interventionsgruppe lag die adjustierte und geschätzte Remissionsrate mit 25,6 % (95-%-Konfidenzintervall: [18,3; 32,8]) in der Interventionsgruppe statistisch signifikant (p = 0,004) höher als in der Kontrollgruppe mit 10,9 % [5,4; 16,5]) (Tabelle 2, Grafik 3).

PHQ-9 Remission zum 12-Monats-Follow-up
PHQ-9 Remission zum 12-Monats-Follow-up
Grafik 3
PHQ-9 Remission zum 12-Monats-Follow-up
Ergebnisse der Intention-to-treat-Analysen
Ergebnisse der Intention-to-treat-Analysen
Tabelle 2
Ergebnisse der Intention-to-treat-Analysen

Ergebnisse sekundäre Zielgrößen

Bezüglich des Ansprechens (Response) zeigte sich für die Interventionsgruppe mit 22,5 % [14,6; 30,5] eine höhere (p = 0,029) Rate als in der Kontrollgruppe (10,5 % [4,1; 16,9]; p = 0,029). Auf Ebene des geschätzten Mittelwertes zeigten sich niedrigere Depressivitätswerte (p = 0,009) in der Interventions- (8,13; [7,42; 8,85]) im Vergleich zu der Kontrollgruppe (9,38; [8,79; 9,96]; p = 0,009). Auch für die Lebensqualität (EQ-5D-3L Indexwert) zeigte sich ein Interventionseffekt (p = 0,005). Der adjustierte geschätzte Mittelwert lag in der Interventionsgruppe bei 0,66 [0,61; 0,70] und in der Kontrollgruppe bei 0,57 ([0,52; 0,61]; p = 0,005) auf einer Skala zwischen 0 (sehr schlecht) und 1 (bestmöglich). Für generelle Angstsymptome, depressionsbezogene Verhaltensweisen, die individuelle psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und Problemlösefähigkeiten zeigten sich nur sehr geringe Unterschiede (Tabelle 2).

Sensitivitätsanalysen

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurde zusätzlich eine PP-Analyse gerechnet um die Stabilität der Ergebnisse zu untersuchen. Die Ergebnisse erwiesen sich hierbei als weitgehend konsistent (eTabelle 1).

Ergebnisse der Per-Protocol-Analysen
Ergebnisse der Per-Protocol-Analysen
eTabelle 1
Ergebnisse der Per-Protocol-Analysen

Zusätzliche Analysen möglicher Unterschiede in der Behandlung zeigten, dass zu allen Messzeitpunkten etwa die Hälfte der Patienten mit Psychopharmaka behandelt wurden. Zu keinem Messzeitpunkt ergaben sich statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen (eTabelle 2). Weitergehende Analysen der Inanspruchnahme sind im Rahmen der gesundheitsökonomischen Analysen geplant.

Anteil der Patienten mit Psychopharmaka
Anteil der Patienten mit Psychopharmaka
eTabelle 2
Anteil der Patienten mit Psychopharmaka

Diskussion

In der GermanIMPACT-Studie wurden die Effekte eines kollaborativen Versorgungsansatzes zur Behandlung der Depression bei älteren Patienten in der Primärversorgung im Rahmen einer clusterrandomisierten kontrollierten Studie im Vergleich zur üblichen Behandlung untersucht. Ein Jahr nach Beginn der Behandlung lag die Remissionsrate in der Interventionsgruppe etwa doppelt so hoch wie in der Kontrollgruppe. Damit zeigte sich ein statistisch signifikanter und klinisch relevanter Effekt in der primären Zielgröße.

Die Studie erfüllt aufgrund des Studiendesigns einen hohen wissenschaftlichen Standard und weist eine große Versorgungsnähe auf. So wurden zum Beispiel bei der Diagnosestellung und Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien bewusst die Einschätzung der Hausärzte und das Screeningergebnis im hausärztlichen Setting verwendet, da dies eine Vorgehensweise ist, die auch unter Routinebedingungen möglich erscheint (24). Auch bei den Zielkriterien wurde auf eine hohe klinische Relevanz geachtet. So wurde „Remission“ als primäre Zielgröße gewählt, da dies ein zentrales Ziel der Depressionsbehandlung darstellt. Die Konsistenz der Ergebnisse über die verschiedenen symptombezogenen Zielkriterien und die Lebensqualität hinweg sprechen für die Robustheit der Ergebnisse innerhalb der Studie. Der Interventionseffekt scheint sich zudem nicht auf Veränderungen in der Häufigkeit des Einsatzes von Psychopharmaka reduzieren zu lassen, da sich hier kein statistisch signifikanter Effekt zeigte.

Einschränkungen ergeben sich aus der hohen Ablehnungsrate der angefragten Ärzte und der geringen Anzahl der von diesen eingeschlossenen Patienten. So war ursprünglich von einer höheren Bereitschaft zur Teilnahme und einer höheren Rate an Rekrutierungen pro Praxis ausgegangen worden. Beide Raten liegen jedoch im üblichen Bereich für eine Studie im hausärztlichen Setting bei einer versorgungsnahen Studie (25). Die höhere Anzahl an teilnehmenden Praxen und die hierdurch geringere Anzahl an Patienten pro Praxis wirkte sich positiv auf die statistische Power aus, weshalb die bei Studienplanung festgelegte statistische Power trotz geringerem Stichprobenumfang erreicht werden konnte (eKasten). Zudem handelt es sich bei den identifizierten potenziellen Studienteilnehmern um eine grobe Schätzung des Rekrutierungspotenzials, da die Dokumentation einer depressiven Störung in der Akte zum Teil schon länger zurücklag und die Aussagefähigkeit für das Vorliegen einer aktuellen Symptomatik begrenzt ist. Zudem war nicht gesagt, dass die potenziell infrage kommenden Patienten die Praxis auch während des Rekrutierungszeitraums besuchten. Eine weitere Einschränkung ergibt sich aus dem clusterrandomisierten Studiendesign. In der Kontrollgruppe lag die Zahl der Ärzte, die sich nicht an der Identifizierung oder dem Einschluss von Patienten beteiligt haben, etwas höher. Eine Verminderung der Motivation zum Einschluss von Patienten durch die Zuordnung zur Kontrollgruppe, in der keine zusätzliche Intervention für die Patienten vorgesehen war, erscheint wahrscheinlich. Des Weiteren sind Stichprobenverzerrungen bei clusterrandomisierten Studien wahrscheinlicher, als bei Randomisierungen auf Patientenebene. Allerdings waren eine Randomisierung auf Patientenebene und eine Verblindung aufgrund der Art der Intervention nicht möglich. Schließlich zeigten sich nur für die depressive Symptomatik und die Lebensqualität signifikante Effekte. Gleichzeitig sind diese beiden Zielgrößen aber als hochrelevant für depressionsbezogene Interventionen anzusehen.

Designeffekt
Designeffekt
eKasten
Designeffekt

Bezogen auf die Größe des therapeutischen Effektes ist eine Verdoppelung der Remission der depressiven Symptomatik ein versorgungsrelevantes Ergebnis. Allerdings erreicht selbst in der Interventionsgruppe nur etwa ein Viertel der Patienten eine Remission. Eine höhere Remissionsrate wäre wünschenswert. Auf den ersten Blick erscheint es zudem überraschend, dass Response- und Remissionsrate vergleichbar hoch ausfallen. Dies ist allerdings dadurch bedingt, dass die Patienten beider Gruppen zu T0 im Mittel Werte um zehn Punkte aufweisen. Bei einer Symptomschwere von zehn Punkten muss sowohl für das Kriterium der Symptom-Remission als auch der Response der Wert von fünf Punkten unterschritten beziehungsweise erreicht werden.

Bei einem Vergleich von GermanIMPACT mit der ursprünglichen IMPACT-Studie und ihren internationalen Replikationen zeigten sich ähnliche Ergebnisse. In der Studie von Unnützer et al. (16) wiesen nach zwölf Monaten 8 % der Patienten in der Kontrollgruppe und ein Viertel der Patienten der Interventionsgruppe eine Remission auf (16). In der englischen Replikationsstudie wurde eine adjustierte Mittelwertdifferenz von 1,36 PHQ-9-Punkten gefunden, was mit unseren Ergebnissen ebenfalls übereinstimmt (26). In der holländischen Replikation der IMPACT-Studie war die Remissionsrate unter der Standardbehandlung mit 6,3 % und in der Interventionsgruppe mit 20,7 % niedriger als in unserer Studie (27).

Neben den Behandlungseffekten spielt die Implementierbarkeit im deutschen Versorgungssystem eine wichtige Rolle. Hierzu wurden begleitende qualitative Studien bei Patienten, Hausärzten sowie Therapiebegleitern und Supervisoren durchgeführt. Aus Sicht der teilnehmenden Hausärzte wurde die Intervention insgesamt positiv gewertet. Der Einbezug der Therapiebegleiter wurde überwiegend als ein unterstützendes und entlastendes Element beschrieben (28).

Wie in den genannten IMPACT-Studien konnte ein signifikanter positiver Effekt des kollaborativen Versorgungsmodells gegenüber der üblichen Behandlung in der Primärversorgung in Deutschland gezeigt werden. Ein solches Behandlungsmodell kann somit als solide wissenschaftlich abgesichert angesehen werden. Aus Perspektive der teilnehmenden Ärzte könnte es eine sinnvolle Bereicherung der Versorgung darstellen, die eine wichtige Entlastung in der hausärztlichen Versorgung mit sich bringen könnte. Die ergänzenden Untersuchungen der Sichtweise von Patienten, Therapiebegleitern und Supervisoren vervollständigen das Bild noch weiter (29, 30). Die bisherigen Ergebnisse sprechen für den Nutzen des kollaborativen Versorgungsmodells. Ob dieses Versorgungsmodell in Deutschland auch kosteneffektiv ist, wird die noch ausstehende gesundheitsökonomische Evaluation zeigen.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 28. 3. 2018, revidierte Fassung angenommen: 9. 8. 2018

Anschrift für die Verfasser
Dr. phil. Lars P. Hölzel, Dipl.-Psych.

Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad

Rheingauer Straße 47

65388 Schlangenbad

hoelzel@parkklinik-schlangenbad.de

Zitierweise
Hölzel LP, Bjerregaard F, Bleich C, Boczor S, Härter M, König HH, Kloppe T,
Niebling W, Scherer M, Tinsel I, Hüll M: Coordinated treatment of depression in elderly people in primary care—a cluster-randomized, controlled study (GermanIMPACT). Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 741–7. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0741

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4418 oder über QR-Code

eMethodenteil, eKasten, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/18m0741 oder über QR-Code

1.
Andreas S, Schulz H, Volkert J, et al.: Prevalence of mental disorders in elderly people: the European MentDis_ICF65+ study. Br J Psychiatry J Ment Sci 2017; 210: 125–31 CrossRef MEDLINE
2.
Park M, Unützer J: Geriatric depression in primary care. Psychiatr Clin North Am 2011; 34: 469–87 CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.
Unützer J, Patrick DL, Diehr P, Simon G, Grembowski D, Katon W: Quality adjusted life years in older adults with depressive symptoms and chronic medical disorders. Int Psychogeriatr IPA 2000; 12: 15–33 CrossRef
4.
Blazer DG: Depression in late life: review and commentary. J Gerontol A Biol Sci Med Sci 2003; 58: 249–65 CrossRef
5.
Schulz R, Drayer RA, Rollman BL: Depression as a risk factor for non-suicide mortality in the elderly. Biol Psychiatry 2002; 52: 205–25 CrossRef
6.
Sielk M, Altiner A, Janssen B, Becker N, de Pilars MP, Abholz HH: [Prevalence and diagnosis of depression in primary care. A critical comparison between PHQ-9 and GPs’ judgement]. Psychiatr Prax 2009; 36: 169–74 CrossRef MEDLINE
7.
Jacobi F, Höfler M, Meister W, Wittchen HU: [Prevalence, detection and prescribing behavior in depressive syndromes. A German federal family physician study]. Nervenarzt 2002; 73: 651–8 CrossRef MEDLINE
8.
Bertelsmann Stiftung: Faktencheck Depression 2016. www.faktencheck-gesundheit.de/de/publikationen/publikation/did/faktencheck-depression/ (last accessed on 19 September 2018).
9.
Angermeyer MC, Matschinger H, Carta MG, Schomerus G: Changes in the perception of mental illness stigma in Germany over the last two decades. Eur Psychiatry 2014; 29: 390–5 CrossRef MEDLINE
10.
Rabe-Menssen C: Barrieren der Inanspruchnahme von ambulanter Psychotherapie bei älteren Menschen. Psychother Aktuell 2011; 4: 12–6.
11.
Glaesmer H, Gunzelmann T, Martin A, Brähler E, Rief W: Die Bedeutung psychischer Beschwerden für die medizinische Inanspruchnahme und das Krankheitsverhalten Älterer. Psychiatr Prax 2008; 35: 187–93 CrossRef MEDLINE
12.
Rattay P, Butschalowsky H, Rommel A, et al.: Inanspruchnahme der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung in Deutschland: Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2013; 56: 832–44 CrossRef CrossRef MEDLINE
13.
Gum AM, Areán PA, Hunkeler E, et al.: Depression treatment preferences in older primary care patients. Gerontologist 2006; 46: 14–22 CrossRef MEDLINE
14.
Dwight-Johnson M, Sherbourne CD, Liao D, Wells KB: Treatment preferences among depressed primary care patients. J Gen Intern Med 2000; 15: 527–34 CrossRef PubMed Central
15.
Bjerregaard F, Hüll M, Stieglitz RD, Hölzel L: Zeit für Veränderung – Was wir für die hausärztliche Versorgung älterer depressiver Menschen von den USA lernen können. Gesundheitswesen 2018; 80: 34–39 CrossRef MEDLINE
16.
Unützer J, Katon W, Callahan CM, et al.: Collaborative care management of late-life depression in the primary care setting: a randomized controlled trial. JAMA J Am Med Assoc 2002; 288: 2836–45 CrossRef
17.
Coventry PA, Hudson JL, Kontopantelis E, et al.: Characteristics of effective collaborative care for treatment of depression: a systematic review and meta-regression of 74 randomised controlled trials. PloS One 2014; 9: e108114 CrossRef MEDLINE PubMed Central
18.
Wernher I, Bjerregaard F, Tinsel I, et al.: Collaborative treatment of late-life depression in primary care (GermanIMPACT): study protocol of a cluster-randomized controlled trial. Trials 2014; 15: 351 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.
Kroenke K, Spitzer RL, Williams JB: The PHQ-9: validity of a brief depression severity measure. J Gen Intern Med 2001; 16: 606–13 CrossRef PubMed Central
20.
EuroQol Group: EuroQol—a new facility for the measurement of health-related quality of life. Health Policy Amst Neth 1990; 16: 199–208 CrossRef
21.
Spitzer RL, Kroenke K, Williams JBW, Löwe B: A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: the GAD-7. Arch Intern Med 2006; 166: 1092–7 CrossRef MEDLINE
22.
Ludman E, Katon W, Bush T, et al.: Behavioural factors associated with symptom outcomes in a primary care-based depression prevention intervention trial. Psychol Med 2003; 33: 1061–70 CrossRef MEDLINE
23.
Leppert K, Koch B, Brähler E: Die Resilienzskala (RS) – Überprüfung der Langform RS-25 und einer Kurzform RS-13. Klin Diagn Eval 2008; 2: 226–43.
24.
Trautmann S, Beesdo-Baum K: The treatment of depression in primary care. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 721–8 CrossRef
25.
Güthlin C: Rekrutierung von Hausarztpraxen für Forschungsprojekte – Erfahrungen aus fünf allgemeinmedizinischen Studien. Recruitment of Family Practitioners for Research – Experiences from Five Studies. Z Für Allg 2012; 88: 173.
26.
Richards DA, Hill JJ, Gask L, et al.: Clinical effectiveness of collaborative care for depression in UK primary care (CADET): cluster randomised controlled trial. BMJ 2013; 347: f4913 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.
Huijbregts KML, de Jong FJ, van Marwijk HWJ, et al.: A target-driven collaborative care model for major depressive disorder is effective in primary care in the Netherlands. A randomized clinical trial from the depression initiative. J Affect Disord 2013; 146: 328–37 CrossRef MEDLINE
28.
Bireckoven MB, Niebling W, Tinsel I: [How do general practitioners evaluate collaborative care of elderly depressed patients? Results of a qualitative study]. Z Evidenz Fortbild Qual Im Gesundheitswesen 2016; 117: 45–55.
29.
Kloppe T: Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Hemmnisse in der kollaborativen Versorgung depressiv erkrankter älterer Menschen: Ein qualitativ kontrastierender Fallvergleich der Patientenperspektive zur Evaluation der Studie GermanIMPACT (QualIMP). https://beluga.sub.uni-hamburg.de/vufind/Record/1018457909?rank=2 (last accessed on 19. September .2018)
30.
Bjerregaard F, Zech J, Frank F, Stieglitz RD, Hölzel LP: Implementierbarkeit des GermanIMPACT Collaborative Care Programms zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung älterer depressiver Menschen – eine qualitative Interviewstudie.
Z Evidenz Fortbild Qual Im Gesundheitswesen 2018; 134: 42–48.
e1.
Hölzel LP, Härter M, Hüll M: Multiprofessionelle ambulante psychosoziale Therapie älterer Patienten mit psychischen Störungen. Nervenarzt 2017; 88: 1227–33 CrossRef MEDLINE
e2.
Hüll M, Hölzel LP: IMPACT: kooperative Behandlungsmodelle der Depression. In: Fellgiebel A, Hautzinger M (eds.): Altersdepression. Berlin, Heidelberg: Springer 2017: 301–8.
e3.
Bjerregaard F, Hüll M, Stieglitz RD, Hölzel LP: Zeit für Veränderung – Was wir für die hausärztliche Versorgung älterer depressiver Menschen von den USA lernen können. Gesundheitswesen 2018; 80: 34–9 CrossRef MEDLINE
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: Dr. phil. Lars P. Hölzel, Dipl.-Psych.; Frederike Bjerregaard M.Sc.
Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad, Schlangenbad: Dr. phil. Lars P. Hölzel, Dipl.-Psych.
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg: Dr. phil. Christiane Bleich, Dipl.-Psych.; Prof. Dr. phil., Dr. med. Martin Härter, Dipl.-Psych.
Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg: Sigrid Boczor, PhD; Dr. rer. biol. hum. Thomas Kloppe M.A.; Prof. Dr. med. Martin Scherer
Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg: Prof. Dr. med. Hans-Helmut König M.Sc.
Lehrbereich Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland: Prof. Dr. med. Wilhelm Niebling, Iris Tinsel M.A.
Klinik für Alterspsychiatrie- und Psychotherapie, Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie Emmendingen, Emmendingen: Prof. Dr. med. Michael Hüll
Darstellung der gestuften Behandlung in der German IMPACT-Studie
Darstellung der gestuften Behandlung in der German IMPACT-Studie
Grafik 1
Darstellung der gestuften Behandlung in der German IMPACT-Studie
Rekrutierung der Studienteilnehmer
Rekrutierung der Studienteilnehmer
Grafik 2
Rekrutierung der Studienteilnehmer
PHQ-9 Remission zum 12-Monats-Follow-up
PHQ-9 Remission zum 12-Monats-Follow-up
Grafik 3
PHQ-9 Remission zum 12-Monats-Follow-up
Stichprobenmerkmale
Stichprobenmerkmale
Tabelle 1
Stichprobenmerkmale
Ergebnisse der Intention-to-treat-Analysen
Ergebnisse der Intention-to-treat-Analysen
Tabelle 2
Ergebnisse der Intention-to-treat-Analysen
Designeffekt
Designeffekt
eKasten
Designeffekt
Ergebnisse der Per-Protocol-Analysen
Ergebnisse der Per-Protocol-Analysen
eTabelle 1
Ergebnisse der Per-Protocol-Analysen
Anteil der Patienten mit Psychopharmaka
Anteil der Patienten mit Psychopharmaka
eTabelle 2
Anteil der Patienten mit Psychopharmaka
1.Andreas S, Schulz H, Volkert J, et al.: Prevalence of mental disorders in elderly people: the European MentDis_ICF65+ study. Br J Psychiatry J Ment Sci 2017; 210: 125–31 CrossRef MEDLINE
2.Park M, Unützer J: Geriatric depression in primary care. Psychiatr Clin North Am 2011; 34: 469–87 CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.Unützer J, Patrick DL, Diehr P, Simon G, Grembowski D, Katon W: Quality adjusted life years in older adults with depressive symptoms and chronic medical disorders. Int Psychogeriatr IPA 2000; 12: 15–33 CrossRef
4.Blazer DG: Depression in late life: review and commentary. J Gerontol A Biol Sci Med Sci 2003; 58: 249–65 CrossRef
5.Schulz R, Drayer RA, Rollman BL: Depression as a risk factor for non-suicide mortality in the elderly. Biol Psychiatry 2002; 52: 205–25 CrossRef
6.Sielk M, Altiner A, Janssen B, Becker N, de Pilars MP, Abholz HH: [Prevalence and diagnosis of depression in primary care. A critical comparison between PHQ-9 and GPs’ judgement]. Psychiatr Prax 2009; 36: 169–74 CrossRef MEDLINE
7.Jacobi F, Höfler M, Meister W, Wittchen HU: [Prevalence, detection and prescribing behavior in depressive syndromes. A German federal family physician study]. Nervenarzt 2002; 73: 651–8 CrossRef MEDLINE
8.Bertelsmann Stiftung: Faktencheck Depression 2016. www.faktencheck-gesundheit.de/de/publikationen/publikation/did/faktencheck-depression/ (last accessed on 19 September 2018).
9.Angermeyer MC, Matschinger H, Carta MG, Schomerus G: Changes in the perception of mental illness stigma in Germany over the last two decades. Eur Psychiatry 2014; 29: 390–5 CrossRef MEDLINE
10.Rabe-Menssen C: Barrieren der Inanspruchnahme von ambulanter Psychotherapie bei älteren Menschen. Psychother Aktuell 2011; 4: 12–6.
11.Glaesmer H, Gunzelmann T, Martin A, Brähler E, Rief W: Die Bedeutung psychischer Beschwerden für die medizinische Inanspruchnahme und das Krankheitsverhalten Älterer. Psychiatr Prax 2008; 35: 187–93 CrossRef MEDLINE
12.Rattay P, Butschalowsky H, Rommel A, et al.: Inanspruchnahme der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung in Deutschland: Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2013; 56: 832–44 CrossRef CrossRef MEDLINE
13.Gum AM, Areán PA, Hunkeler E, et al.: Depression treatment preferences in older primary care patients. Gerontologist 2006; 46: 14–22 CrossRef MEDLINE
14.Dwight-Johnson M, Sherbourne CD, Liao D, Wells KB: Treatment preferences among depressed primary care patients. J Gen Intern Med 2000; 15: 527–34 CrossRef PubMed Central
15.Bjerregaard F, Hüll M, Stieglitz RD, Hölzel L: Zeit für Veränderung – Was wir für die hausärztliche Versorgung älterer depressiver Menschen von den USA lernen können. Gesundheitswesen 2018; 80: 34–39 CrossRef MEDLINE
16. Unützer J, Katon W, Callahan CM, et al.: Collaborative care management of late-life depression in the primary care setting: a randomized controlled trial. JAMA J Am Med Assoc 2002; 288: 2836–45 CrossRef
17.Coventry PA, Hudson JL, Kontopantelis E, et al.: Characteristics of effective collaborative care for treatment of depression: a systematic review and meta-regression of 74 randomised controlled trials. PloS One 2014; 9: e108114 CrossRef MEDLINE PubMed Central
18. Wernher I, Bjerregaard F, Tinsel I, et al.: Collaborative treatment of late-life depression in primary care (GermanIMPACT): study protocol of a cluster-randomized controlled trial. Trials 2014; 15: 351 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.Kroenke K, Spitzer RL, Williams JB: The PHQ-9: validity of a brief depression severity measure. J Gen Intern Med 2001; 16: 606–13 CrossRef PubMed Central
20.EuroQol Group: EuroQol—a new facility for the measurement of health-related quality of life. Health Policy Amst Neth 1990; 16: 199–208 CrossRef
21.Spitzer RL, Kroenke K, Williams JBW, Löwe B: A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: the GAD-7. Arch Intern Med 2006; 166: 1092–7 CrossRef MEDLINE
22.Ludman E, Katon W, Bush T, et al.: Behavioural factors associated with symptom outcomes in a primary care-based depression prevention intervention trial. Psychol Med 2003; 33: 1061–70 CrossRef MEDLINE
23.Leppert K, Koch B, Brähler E: Die Resilienzskala (RS) – Überprüfung der Langform RS-25 und einer Kurzform RS-13. Klin Diagn Eval 2008; 2: 226–43.
24. Trautmann S, Beesdo-Baum K: The treatment of depression in primary care. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 721–8 CrossRef
25.Güthlin C: Rekrutierung von Hausarztpraxen für Forschungsprojekte – Erfahrungen aus fünf allgemeinmedizinischen Studien. Recruitment of Family Practitioners for Research – Experiences from Five Studies. Z Für Allg 2012; 88: 173.
26.Richards DA, Hill JJ, Gask L, et al.: Clinical effectiveness of collaborative care for depression in UK primary care (CADET): cluster randomised controlled trial. BMJ 2013; 347: f4913 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.Huijbregts KML, de Jong FJ, van Marwijk HWJ, et al.: A target-driven collaborative care model for major depressive disorder is effective in primary care in the Netherlands. A randomized clinical trial from the depression initiative. J Affect Disord 2013; 146: 328–37 CrossRef MEDLINE
28.Bireckoven MB, Niebling W, Tinsel I: [How do general practitioners evaluate collaborative care of elderly depressed patients? Results of a qualitative study]. Z Evidenz Fortbild Qual Im Gesundheitswesen 2016; 117: 45–55.
29.Kloppe T: Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Hemmnisse in der kollaborativen Versorgung depressiv erkrankter älterer Menschen: Ein qualitativ kontrastierender Fallvergleich der Patientenperspektive zur Evaluation der Studie GermanIMPACT (QualIMP). https://beluga.sub.uni-hamburg.de/vufind/Record/1018457909?rank=2 (last accessed on 19. September .2018)
30.Bjerregaard F, Zech J, Frank F, Stieglitz RD, Hölzel LP: Implementierbarkeit des GermanIMPACT Collaborative Care Programms zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung älterer depressiver Menschen – eine qualitative Interviewstudie.
Z Evidenz Fortbild Qual Im Gesundheitswesen 2018; 134: 42–48.
e1.Hölzel LP, Härter M, Hüll M: Multiprofessionelle ambulante psychosoziale Therapie älterer Patienten mit psychischen Störungen. Nervenarzt 2017; 88: 1227–33 CrossRef MEDLINE
e2.Hüll M, Hölzel LP: IMPACT: kooperative Behandlungsmodelle der Depression. In: Fellgiebel A, Hautzinger M (eds.): Altersdepression. Berlin, Heidelberg: Springer 2017: 301–8.
e3.Bjerregaard F, Hüll M, Stieglitz RD, Hölzel LP: Zeit für Veränderung – Was wir für die hausärztliche Versorgung älterer depressiver Menschen von den USA lernen können. Gesundheitswesen 2018; 80: 34–9 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige