ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Kardiologie 2/2018Kardiotoxizität onkologischer Therapien (1): Myokardiale Dysfunktion und Herzinsuffizienz

SUPPLEMENT: Perspektiven der Kardiologie

Kardiotoxizität onkologischer Therapien (1): Myokardiale Dysfunktion und Herzinsuffizienz

Dtsch Arztebl 2018; 115(44): [14]; DOI: 10.3238/PersKardio.2018.11.02.02

Appell, Paul Gabriel; Rüssel, Jörn; Bethge, Steffi; Schlitt, Axel

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Zeitpunkt und Art der klinischen Manifestation einer Kardiotoxizität unter onkologischen Therapien variieren erheblich. Empfehlungen zur Diagnose und Überwachung der kardiovaskulären Funktionen vor, während und nach der Krebsbehandlung.

Foto: bluebay2014 stock.adobe.com
Foto: bluebay2014 stock.adobe.com

Die Fortschritte der onkologischen Therapie führten in den letzten Jahrzehnten zu einem verbesserten Überleben der Krebspatienten, damit stieg allerdings die Morbidität und Mortalität aufgrund kardiovaskulärer Nebenwirkungen an (1, 2, 3). Eine der Ursachen ist die Kardiotoxizität der antineoplastischen Therapie, die in Verbindung mit vorbestehenden Risikofaktoren die Progression kardiovaskulärer Erkrankungen begünstigt (4).

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Viele Aspekte der mit dem Tumor und der Tumortherapie assoziierten kardiovaskulären Erkrankungen sind leider noch nicht ausreichend geklärt. Dies gilt gerade für viele neue zielgerichtete Therapeutika wie Antikörper und Tyrosinkinase-Inhibitoren. Daher können einerseits Nebenwirkungen übersehen, andererseits lebenswichtige Therapien fälschlicherweise unterbrochen werden. Der Zeitpunkt und die Art der klinischen Manifestation einer Kardiotoxizität variieren erheblich. Einige Therapien führen zu Komplikationen unmittelbar nach Exposition und können so direkt die Therapie beeinflussen.

Das in der vorliegenden Übersichtsarbeit zusammengefasste Positionspapier der ESC (European Society of Cardiology) soll durch die Bereitstellung eines Expertenkonsenses eine Hilfestellung geben bei der Überwachung der kardiovaskulären Funktionen und der Entscheidungsfindung vor, während und nach der Krebsbehandlung.

In Teil 1 werden zunächst myokardiale Dysfunktion und Herzinsuffizienz thematisiert, da diese Komplikationen der Krebstherapie für den Anstieg von Morbidität und Mortalität hauptverantwortlich sind. Teil 2 folgt in der nächsten Ausgabe der Perspektiven der Kardiologie.

Myokardiale Dysfunktion und Herzinsuffienz

Durch die Kombination von Zytostatika mit zielgerichteten Therapien, oftmals auch noch in Verbindung mit einer Strahlentherapie, ist die Vorhersage des Einflusses einzelner Substanzen auf Langzeitkomplikationen erschwert, der Effekt möglicher Interaktionen muss hier berücksichtigt werden (5). Überlebende von Krebserkrankungen im Kindesalter, die mit Anthrazyklinen und/oder mediastinaler Strahlentherapie behandelt wurden, haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein 15-fach erhöhtes Lebenszeitrisiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln (6). Bei Überlebenden eines aggressiven Non-Hodgkin-Lymphoms liegt die Inzidenz für das Auftreten bei 17 % innerhalb der ersten 5 Jahre (7).

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Häufigkeit linksventrikulärer Dysfunktionen ausgewählter Tumortherapien.

Risiko linksventrikulärer Dysfunktion bei ausgewählten systemischen Tumortherapien (11, 16, 68–77)
Risiko linksventrikulärer Dysfunktion bei ausgewählten systemischen Tumortherapien (11, 16, 68–77)
Tabelle 1
Risiko linksventrikulärer Dysfunktion bei ausgewählten systemischen Tumortherapien (11, 16, 68–77)

Anthrazykline

Anthrazykline kommen regelmäßig bei der Behandlung solider Tumoren sowie bei den akuten Leukämien und aggressiven Lymphomen zum Einsatz. Ein Verzicht auf Anthrazykline aufgrund der Kardiotoxizität würde sich erheblich negativ auf das Überleben der Patienten auswirken (8, 9). Ihr Einsatz kann auf der anderen Seite jedoch irreversible kardiale Schäden hervorrufen, die ebenfalls ungünstigen Einfluss auf die Prognose nehmen (10). Doxorubicin ist bei einer Kumulativdosis ab 400 mg/m2 mit einer 5%-igen Inzidenz einer Herzinsuffizienz vergesellschaftet, bei höheren Dosierungen folgt ein exponentieller Anstieg auf bis zu 48 % bei 700 mg/m2 (11). Während viele Patienten Standarddosen über einen längeren Zeitraum komplikationslos vertragen, treten bei anderen Patienten Kardiotoxizitäten bereits nach der ersten Gabe auf (12).

Die Kardiotoxizität der Anthrazykline kann in eine akute, eine frühe und eine späte Form eingeteilt werden. Die Unterscheidung zwischen reversibler und progressiver kardialer Dysfunktion ist in der Regel zunächst nicht möglich, ein eventueller Hinweis auf Patienten mit einem erhöhten Risiko für Langzeitschäden können steigende kardiale Biomarker sein. Kardiotoxizitäten der frühen Form treten innerhalb des ersten Jahres der Behandlung auf, während die späte Form sich erst nach einigen Jahren manifestiert (im Mittel 7 Jahre nach Behandlung) (13, 14).

Bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie ist oftmals eine gute funktionelle Erholung zu beobachten, eine späte Diagnose erschwert die Behandlung hingegen deutlich (15). Risikofaktoren für die Entwicklung einer durch Anthrazyklin bedingten Herzinsuffizienz sind neben der Kumulativdosis die Geschwindigkeit der Infusion, vorbestehende Herzerkrankungen, eine arterielle Hypertonie, zeitgleiche Therapien mit anderen Chemotherapeutika, Strahlentherapie des Mediastinums sowie ein Alter über 65 Jahre (16). Kinder sind ebenfalls besonders gefährdet (17) (Tabelle 2).

Risikofaktoren für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten unter Behandlung mit Anthrazyklinen*
Risikofaktoren für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten unter Behandlung mit Anthrazyklinen*
Tabelle 2
Risikofaktoren für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten unter Behandlung mit Anthrazyklinen*

Andere konventionelle Zytostatika

Auch Cyclophosphamid, Cisplatin, Ifosfamid und die Taxane (Paclitaxel und Docetaxel) können myokardiale Dysfunktion und Herzinsuffizienz verursachen.

Bei Cyclophosphamid manifestiert sich die Kardiotoxizität insbesondere bei Patienten, die hohe Dosen (> 140 mg/kg Körpergewicht) im Vorfeld einer allogenen Stammzelltransplantation erhalten haben (18). Sie tritt meist innerhalb weniger Tage nach Gabe auf und ist abhängig von unterschiedlichen Risikofaktoren wie Bolusdosis, höheres Alter, Kombination mit anderen Chemotherapeutika und mediastinaler Bestrahlung (19).

Dem Cyclophosphamid ähnliche Alkylanzien wie Cisplatin und Ifosfamid oder Docetaxel können in seltenen Fällen eine Herzinsuffizienz verursachen, wobei auch hier der Effekt eines einzelnen Mittels durch das Kombinationsschema schwierig zu ermitteln ist (20, 21).

Anti-HER2-Therapie

Die Antikörper Trastuzumab und Pertuzumab haben das Überleben von Patienten mit HER2-positivem Mammakarzinom deutlich verbessert (22). Wird Trastuzumab zeitgleich mit Anthrazyklinen verabreicht, ist die Inzidenz der Kardiotoxizität wesentlich höher, verglichen mit der zeitversetzten Gabe oder mit einem anthrazyklinfreien Therapieregime (23, 24).

Die durch Trastuzumab bedingte Kardioxizität bereits während der Behandlung ist zumeist durch Therapieunterbrechung oder Herzinsuffizienztherapie – insbesondere ACE-Hemmer – reversibel (25, 15, 26). Die trastuzumabbedingte Kardiotoxizität scheint sich zudem nicht dosisabhängig zu manifestieren (27). Risikofaktoren, die das Auftreten von anti-HER2-Medikamenten-assoziierter Kardiotoxizität erhöhen, sind eine vorhergehende Anthrazyklin-Therapie, ein kurzer Abstand zwischen Anthrazyklin- und anti-HER2-Therapie, vorbestehende arterielle Hypertonie, niedrige LVEF sowie ein höheres Alter (3, 28). Die Therapieunterbrechung als direkte Folge der trastuzumabbedingten Kardiotoxizität ist mit einer erhöhten Rezidivrate verbunden (29). Kardiotoxizität ist der häufigste Grund für eine Therapieunterbrechung und betrifft circa 13,5 % dieser Patienten (30). Das Risiko von Kardiotoxizitäten anderer HER2-zielgerichteter Therapien (Lapatinib, Pertuzumab u. a.) scheint dem von Trastuzumab ähnlich zu sein (31).

VEGF-Hemmer (Angiogenese-Inhibitoren)

VEGF-Hemmer können kardiale Nebenwirkungen hervorrufen, insbesondere in Verbindung mit konventioneller Chemotherapie. In einer großen Studie mit Brustkrebspatientinnen wurde bei Therapie mit dem VEGF-Antikörper Bevacizumab bei 2 % der Patientinnen eine linksventrikuläre Dysfunktion und bei 1 % eine Herzinsuffizienz in den Stadien NYHA III oder NYHA IV festgestellt (32).

Auch die Tyrosinkinase-Inhibitoren Sunitinib, Pazopanib und Axitinib zeigen wegen wegen ihrer Angiogenesehemmung kardiotoxische Nebenwirkungen (3336).

Weitere VEGF-Antagonisten wie Sorafenib und Vandetanib induzieren kardiale Dysfunktion. Eine aktuelle Metaanalyse, die das Risiko aller von der FDA zugelassenen VEGF-Hemmer untersuchte, zeigte ein 2,69-faches Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz unter VEGF-Antagonisten-Therapie (37).

VEGF-Inhibitoren erhöhen zudem das Risiko für das Auftreten einer arteriellen Hypertonie signifikant (38). Aufgrund ihres bevorzugten Einsatzgebietes bei Patienten mit metastasierten Tumoren und begrenzter Lebenserwartung ist die Ermittlung einer Prognose für Patienten mit Kardiotoxizität schwierig. Die Behandlung einer aufgetretenen Hypertonie scheint jedoch die Prognose positiv zu beeinflussen (39).

BCR-ABL-Kinase-Inhibitoren

Die Hemmung der BCR-ABL-Kinase hat auf die Prognose von Patienten mit chronischer myeloischer und akuter lymphatischer Leukämie deutlich positiven Einfluss gehabt. Während für Imatinib keine Kardiotoxizität gezeigt werden konnte, scheinen die Zweit- und Drittgenerationen der BCR-ABL-Inhibitoren wie Nilotinib, Dasatinib, Bosutinib und Ponatinib kardiovaskuläre Komplikationen zu verursachen (4042).

Proteasom-Inhibitoren

Proteasom-Inhibitoren wie Bortezomib und Carfilzomib werden regelmäßig in der Behandlung des multiplen Myeloms eingesetzt. Sie stehen im Verdacht, kardiale Schäden hervorzurufen. Die Inzidenz von Herzinsuffizienz unter Bortezomib ist mit bis zu 4 % deutlich geringer als die Inzidenz unter dem potenteren Carfilzomib mit bis zu 25 % (43, 44).

Sonstige Substanzen

Neben den bereits erwähnten antineoplastischen Substanzen ist auch für das Alkaloid Trabectedin, das Antibiotikum Mitomycin C, die monoklonalen Antikörper Aflibercept, Ramucirumab, Alemtuzumab und Cetuximab, Interferon alpha und Interleukin 2 sowie die Tyrosinkinase-Inhibitoren Cobimetinib, Crizotinib, Ceritinib, Osimertinib, Lenvatinib und Trametinib das Auftreten einer Herzinsuffizienz beschrieben worden.

Strahlentherapie

Studien ergaben in Assoziation zur Strahlentherapie bei Überlebenden von M. Hodgkin ein relatives Risiko tödlicher kardiovaskulärer Ereignisse zwischen 2,2 und 12,7 und bei überlebenden Brustkrebspatientinnen ein relatives Risiko zwischen 1 und 2,2 (45, 22).

Management bei kardiotoxischer Tumortherapie

Der erste Schritt zur Identifikation von Patienten mit erhöhtem Risiko für Kardiotoxizität besteht in einer genauen Beurteilung der Ausgangslage unter Anwendung verschiedener Risikoscores (17, 46). Anamnese, körperliche Untersuchung und das Ermitteln der Herzfunktion sind obligat, Biomarker fakultativ. Insbesondere bei Hochrisikopatienten sollte explizit ein Kardiologe herangezogen werden.

Management bei Anthrazyklin-Therapie: Wird bei Patienten, die mit Anthrazyklinen behandelt werden sollen, eine kardiale Nebenwirkung diagnostiziert, sollte einer nicht anthrazyklinhaltigen Chemotherapie der Vorzug gegeben oder eine Kardioprotektion erwogen werden. Erfolgt eine anthrazyklinhaltige Therapie, sollte am Ende der Behandlung erneut die Herzfunktion ermittelt werden. Bei Patienten mit erhöhtem Ausgangsrisiko und bei Behandlung mit höher dosierten Anthrazyklinen sollte das Monitoring bereits nach einer Kumulativdosis von 240 mg/m2 Doxorubicin (oder Äquivalent, s. Tabelle 3) erfolgen (11, 47, 48).

Anthrazyklin-Äquivalenzdosen mit Doxorubicin als Kurzinfusion als Referenz
Anthrazyklin-Äquivalenzdosen mit Doxorubicin als Kurzinfusion als Referenz
Tabelle 3
Anthrazyklin-Äquivalenzdosen mit Doxorubicin als Kurzinfusion als Referenz

Die Messung von Troponin oder der natriuretischen Peptide sollte erwogen werden, wobei sich die Messung von Troponin bei jedem Zyklus anthrazyklinhaltiger Chemotherapien empfiehlt (49, 50).

Management bei anti-HER2-Behandlung: Patienten, die eine anti-HER2-Behandlung erhalten, wurden oftmals im Vorfeld bereits mit Anthrazyklinen behandelt. In einem solchen Fall sollte das Monitoring vor Beginn der Therapie erfolgen, typischerweise alle 3 Monate während und einmalig nach Abschluss der anti-HER2-Therapie.

Zudem sollte bei Patienten mit hohem Grundrisiko die Messung von Troponin bei jedem Trastuzumab-Zyklus erfolgen (51, 52).

Management bei Therapie mit VEGF-Hemmern: Einige Patienten scheinen sehr bald nach Beginn der Angiogenesehemmung eine linksventrikuläre Dysfunktion zu entwickeln, bei anderen tritt diese Komplikation um mehrere Monate verzögert auf. Bei Risikopatienten sollte eine frühzeitige Befundkontrolle 2–4 Wochen nach Beginn der zielgerichteten Therapie erwogen werden. Im Anschluss wird eine regelmäßige Kontrolle empfohlen. Eine Beobachtungsstudie empfiehlt die Kontrolle von Troponin oder NT-proBNP alle 2–3 Monate (30).

Überwachung nach Ende der onkologischen Therapie

Bei allen Patienten mit potenziell kardiotoxischer Therapie sollte eine frühzeitige kardiologische Nachuntersuchung erfolgen. In 98 % der Fälle tritt etwa anthrazyklinbedingte Herzinsuffizienz innerhalb der ersten 12 Monate nach Therapieende auf (15).

Kardiovaskulär symptomatische oder Patienten mit kardioprotektiver Medikation müssen über einen langen Zeitraum beurteilt werden. Bei Patienten, die einer hohen Kumulativdosis von Anthrazyklinen ausgesetzt waren und/oder eine Radiotherapie des Thorax bekommen haben, sollte eine lebenslange Überwachung erfolgen, ebenso bei pädiatrischen Patienten mit onkologischen Erkrankungen (53, 54).

Eine echokardiografische Beurteilung ist ungeachtet der Anamnese bei allen Patienten vor Einleitung einer potenziell kardiotoxischen Therapie durchzuführen.

Patienten, die hohe Kumulativdosen anthrazyklinhaltiger Chemotherapie (≥ 300 mg/m2 Doxorubicin oder Äquivalent) erhalten haben oder die behandlungsbedürftige klinische Zeichen von Kardiotoxizität entwickelt haben, sollten 1 und 5 Jahre nach Behandlungsende erneut echokardiografisch kontrolliert werden.

Für asymptomatische Patienten gibt es für die Nachsorge keine konkreten Empfehlungen. Angebracht scheint eine regelmäßige Langzeitbeobachtung älterer Patienten und von Patienten mit Risikofaktoren, die mit Anthrazyklinen behandelt wurden (55).

Die Effizienz onkologischer Therapien wird durch Nebenwirkungen wie die Kardiotoxizität begrenzt. Foto: dpa
Die Effizienz onkologischer Therapien wird durch Nebenwirkungen wie die Kardiotoxizität begrenzt. Foto: dpa

Methoden zur Diagnose von Kardiotoxizität

EKG: Hier können Warnzeichen wie Ruhetachykardie, ST-Veränderungen, Leitungsstörungen, QT-Verlängerungen oder Arrhythmien schnell erkannt werden. Diese EKG-Veränderungen sind jedoch nicht spezifisch.

Echokardiografie: Mittel der Wahl zur Erkennung von myokardialer Fehlfunktion vor, während und nach einer Tumortherapie. Für die Ermittlung der LVEF und des LV-Volumens sollte die biplane Methode nach Simpson verwendet werden. Als tumortherapiespezifische kardiale Dysfunktion („cancer therapeutics-related cardiac dysfunction“, CTRCD) definiert man einen Abfall der linksventrikulären EF um mehr als 10 % auf einen Wert, der unterhalb des Normwertes liegt (48, 56).

Dieser Abfall sollte nach 2–3 Wochen nochmals überprüft werden. Im Weiteren kann die LVEF-Einschränkung als symptomatisch, asymptomatisch oder im Hinblick auf die Reversibilität beurteilt werden (48).

Obwohl kein festes Schema zu den Zeitintervallen der echokardiografischen Untersuchung existiert, sollte sie regelmäßig durchgeführt werden, auch weil andere Komplikationen der Krebstherapie diagnostiziert werden können wie Klappenerkrankungen, Perikarderkrankungen oder Hinweise auf eine pulmonale Hypertonie.

Die größte Limitation der 2-D-Echokardiografie ist die stark eingeschränkte Reproduzierbarkeit (57).

Da auch diese Untersuchung vom Untersucher und dem Gerät abhängig ist, empfiehlt es sich, dass die Messung der LVEF vom jeweils gleichen Arzt vorgenommen wird (48).

Der zusätzliche Einsatz von weiteren Echokardiografieverfahren („tissue Doppler imaging“, TDI) sollte bei entsprechender Verfügbarkeit eingesetzt werden, da verschiedene Studien einen Nutzen in der Früherkennung von linksventrikulärer Dysfunktion belegen konnten (54, 55).

Der globale longitudinale Strain scheint Studien zufolge einen Abfall der LVEF ebenfalls akkurat bestimmen zu können (58, 59).

Eine diastolische Dysfunktion stellt keinen Grund für die Unterbrechung der Therapie dar.

Nuklearmedizinische Verfahren bieten gegenüber der konventionellen Echokardiografie nur begrenzte Vorteile und stellen eine erhöhte Strahlenbelastung dar. Da sich die Referenzwerte unterscheiden, sollte im Falle der Verwendung dieser Verfahren die gleiche Untersuchungstechnik zu Beginn und für die Folgeuntersuchungen genutzt werden (60, 61).

Kardio-MRT: Das Kardio-MRT ist insbesondere hilfreich für die Bestimmung der Ursache der linksventrikulären Dysfunktion und zur genauen Messung der links- und rechtsventrikulären Funktion in schwierigen Fällen (62, 63).

Bei Patienten, die sich einer Radiotherapie des Thorax unterziehen, kann ein Kardio-MRT zur Beurteilung des Perikards genutzt werden.

Kardiale Biomarker: Der Nutzen der kardialen Biomarker liegt in der Früherkennung einer Herzschädigung. Ein großes Problem sind die Fragen nach dem Zeitpunkt der Untersuchungen, das Festlegen eines oberen Grenzwertes, unterschiedliche Testverfahren sowie der Umgang mit möglicherweise abnormen Werten (49, 64). Aktuell gibt es keine Evidenz, um eine Therapie zu unterbrechen oder abzubrechen, wenn erhöhte kardiale Biomarker gemessen werden. Erhöhte Werte gehen jedoch mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten einher (65).

Strategien der Überwachung und Behandlung

Die Untersuchungszeitpunkte zur Überwachung von Kardiotoxizitäten mittels Echokardiografie und Biomarkern muss für jeden Patienten individuell angepasst werden. Insbesondere Hochrisikopatienten müssen engmaschige Untersuchungen bekommen (66).

Analog zur standardmäßigen Herzinsuffizienztherapie profitieren auch Patienten mit Herzinsuffizienz oder asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion unter Chemotherapie von einer Therapie mit ACE-Hemmern (67).

Patienten mit anthrazyklinbedingter Kardiotoxizität haben ein deutlich verbessertes kardiales Outcome, wenn sie frühzeitig nach Diagnosestellung mit ACE-Hemmern und/oder Betablockern behandelt werden, wobei die Kombinationstherapie effektiver als die Einzeltherapie sein könnte (15, 25).

Schlüsselaspekte

  • Krebspatienten, die mit potenziell kardiotoxischen Agenzien behandelt werden, haben ein hohes Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, und sollten daher eine medizinische Versorgung erhalten, die auf die strikte Kontrolle der kardiovaskulären Risikofaktoren abzielt.
  • Die Messung der LVEF sollte mit einem Verfahren, das eine ausreichende Bildqualität bietet, und unter Verwendung der gleichen Methode während der nachfolgenden Untersuchungen im Vorfeld und regelmäßig während einer potenziell kardiotoxischen Behandlung erfolgen, um kardiale Dysfunktionen frühzeitig zu erkennen.
  • Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat bei diesen Patienten als unteren Grenzwert einer als noch normal zu wertenden LVEF in der Echokardiografie 50 % festgelegt.
  • Bei Patienten mit einem signifikanten Abfall der LVEF (z. B. > 10 %) auf einen Wert noch oberhalb des unteren Grenzwertes sollte eine wiederholte Beurteilung der LVEF zeitnah im Anschluss und während der Behandlung erfolgen.
  • Beträgt der Abfall der LVEF > 10 % auf einen Wert unterhalb des unteren Grenzwertes, ist bei fehlenden Kontraindikationen eine Behandlung mit ACE-Hemmern (oder ARB) in Kombination mit Betablockern zu empfehlen, um das Fortschreiten der linksventrikulären Dysfunktion oder die Entwicklung einer symptomatischen Herzinsuffizienz zu vermeiden.
  • ACE-Hemmer (oder ARB) und Betablocker sind bei fehlenden Kontraindikationen, zudem bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder asymptomatischer kardialer Fehlfunktion zu empfehlen.

DOI: 10.3238/PersKardio.2018.11.02.02

Paul Gabriel Appell

Klinik für Kinder -und Jugendmedizin, HELIOS-Klinikum Erfurt

Dr. med. Jörn Rüssel

Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis,

Medizinische Klinik II – Hämatologie und Onkologie

Steffi Bethge

Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode

apl. Prof. Dr. med. habil. Axel Schlitt, MHA

Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode

Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Interessenkonflikt: Prof. Schlitt erhielt Vortragshonorare von den Firmen Actelion, Astra Zeneca, Bayer-Vital, Berlin-Chemie, Bristol-Myers Squibb, Boehringer-lngelheim, Daiichi Sankyo, MSD Sharp & Dohme, Novartis, Pfizer, Sanofi-Aventis, Servier; Beraterhonorare von Astra Zeneca, Boehringer-lngelheim, Novartis, Sanofi-Aventis; Forschungsgelder von Actelion, Bayer-Vital, Boehringer-lngelheim, Daiichi-Sankyo, Deutsche Herzstiftung, Endotis, Novartis, Sanofi-Aventis; er nahm teil an klinischen Studien von Astra Zeneca, Bayer-Vital, Bristol-Myers Squibb, Boehringer-lngelheim, Daiichi- Sankyo, Lilly, Merck, MSD Sharp & Dohme, Pfizer, Roche, Sanofi-Aventis, und Takeda. – Die Autoren Appell, Rüssel und Bethge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur im Internet:

www.aerzteblatt.de/lit4418

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Risiko linksventrikulärer Dysfunktion bei ausgewählten systemischen Tumortherapien (11, 16, 68–77)
Risiko linksventrikulärer Dysfunktion bei ausgewählten systemischen Tumortherapien (11, 16, 68–77)
Tabelle 1
Risiko linksventrikulärer Dysfunktion bei ausgewählten systemischen Tumortherapien (11, 16, 68–77)
Risikofaktoren für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten unter Behandlung mit Anthrazyklinen*
Risikofaktoren für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten unter Behandlung mit Anthrazyklinen*
Tabelle 2
Risikofaktoren für die Entwicklung von Kardiotoxizitäten unter Behandlung mit Anthrazyklinen*
Anthrazyklin-Äquivalenzdosen mit Doxorubicin als Kurzinfusion als Referenz
Anthrazyklin-Äquivalenzdosen mit Doxorubicin als Kurzinfusion als Referenz
Tabelle 3
Anthrazyklin-Äquivalenzdosen mit Doxorubicin als Kurzinfusion als Referenz
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