ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2018Onlinetraining für schwierige Patientengespräche

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Onlinetraining für schwierige Patientengespräche

Dtsch Arztebl 2018; 115(44): [4]

Glöser, Sabine

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Foto: Andrey Kuzmin/stock.adobe.com
Foto: Andrey Kuzmin/stock.adobe.com

Die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und der Forschungsverbund Public Health Sachsen haben ein Onlinetraining für die Kommunikation mit Patienten entwickelt. Gemeinsam mit Partnern aus Griechenland, Polen, Spanien und Zypern konzipierten sie ein Kommunikationsprogramm, das Ärzten und anderen Gesundheitsberufen nötiges Wissen für schwierige Gesprächssituationen mit Patienten bietet.

„Unsere Arbeitsweise war von Anfang an praxisorientiert“, sagte Victoria-Luise Batury, Koordinatorin des Projektes in Deutschland. In den vergangenen beiden Jahren haben die Projektpartner europaweit existierende Programme zur Arzt-Patienten-Kommunikation systematisch erfasst und in einer Onlinedatenbank veröffentlicht. Darüber hinaus fanden in allen beteiligten Ländern moderierte Gruppendiskussionen mit Ärzten, anderen Experten aus dem Gesundheitswesen und Patienten statt, um Problemfelder der Arzt-Patienten-Kommunikation zu identifizieren. An einer europaweiten Onlineumfrage zum Thema beteiligten sich mehr als 700 Menschen. Eine systematische Literaturrecherche in den wichtigsten Datenbanken mündete in einen ausführlichen Überblick, der über die Website einsehbar ist. All das sei Grundlage gewesen, um ein europaweit einsetzbares Workshop-Programm zu entwickeln, ergänzte Prof. Hendrik Berth, Leiter des deutschsprachigen Projekts.

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Inhalte des Trainingsprogramms sind Grundlagen der Kommunikation und spezifische Kommunikationskompetenzen für schwierige Gesprächssituationen im Arzt-Patienten-Kontakt. Das Programm steht in den Sprachen Deutsch, Englisch, Griechisch, Polnisch und Spanisch zur Verfügung. Alle Materialien sind für Interessierte nach Registrierung frei verfügbar und abrufbar unter: https://elearning.h-com.eu

Die Europäische Union hat das Programm innerhalb ihres Projektes „Health Communication Training for Health Professionals in Europe“ (H-Com) gefördert. Ziel ist es, in der EU einheitliche Standards beim Erwerb von Gesprächsführungskompetenzen im Gesundheitswesen zu fördern. sg

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