ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2018Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz: Länder für Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen

AKTUELL

Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz: Länder für Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen

Dtsch Arztebl 2018; 115(44): A-1984 / B-1656 / C-1642

Maybaum, Thorsten; dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Kinder und Schwangere sollten in Autos vorm Passivrauchen geschützt werden, fordern Ärzte. Foto: photophonie stock.adobe.com
Kinder und Schwangere sollten in Autos vorm Passivrauchen geschützt werden, fordern Ärzte. Foto: photophonie stock.adobe.com

In Deutschland sollte nach Ansicht der Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz der Länder (GMK) ein bundesweites Rauchverbot in Autos bei Fahrten mit Kindern und Schwangeren eingeführt werden. Das geht aus einem Umlaufbeschluss hervor, den die GMK am 22. Oktober gefasst hat. Die Landesminister nahmen den Vorschlag mit 14 Stimmen an, zwei Länder enthielten sich. Nun soll die Bundesregierung das entsprechende Verbot einführen. „Es freut mich sehr, dass die Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz so eindeutig unserem Vorstoß aus Baden-Württemberg gefolgt ist“, sagte der baden-württembergische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Manne Lucha (Grüne), der die Initiative bei der GMK als Hauptantragssteller angestoßen hatte. „Wir müssen Kinder und Ungeborene vor den gravierenden gesundheitlichen Schäden des Passivrauchens schützen.“ Ein solches Rauchverbot fordern Kinder- und Jugendärzte seit Langem. Der vergangene 121. Deutsche Ärztetag hatte dies in einem Beschluss genauso angemahnt wie die Kinder- und Jugendärzte. Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) begrüßte den Beschluss der GMK jetzt. „Zigarettenrauch gehört nicht in Kinderlungen“, sagte BÄK-Vorstandsmitglied Rudolf Henke. Nun sei die Bundesregierung am Zug. „Wenn sie das Verbot zügig umsetzt, sind Ungeborene und Kinder besser als heute vor den schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen geschützt“, sagte er. Darüber hinaus sprach er sich für ein Verbot von Außen- und Kinowerbung für Tabakprodukte aus. Das Deutsche Kinderhilfswerk betonte, Appelle alleine reichten nicht aus. Es brauche gesetzliche Regelungen. may/dpa

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema