ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2018Randnotiz: Kompetenz (ab)gefragt

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Randnotiz: Kompetenz (ab)gefragt

PP 17, Ausgabe November 2018, Seite 485

Maybaum, Thorsten

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Die Menschen in Deutschland haben ein ziemlich klares Bild davon, welche Akteure im Gesundheitswesen aus ihrer Sicht als kompetent einzuschätzen sind. Ärzte können jetzt getrost weiterlesen, Gesundheitspolitiker sollten es sich gut überlegen. Denn während 89 Prozent von 1 000 durch das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag von UCB befragten Bundesbürgern die Kompetenz von Ärzten als hoch einschätzen, sagen dies lediglich 30 Prozent über Gesundheitspolitiker. Ein ordentlicher Wert für die Ärzteschaft, ein erschreckender für die Politik. Übrigens ist das Vertrauen der über 60-Jährigen in Gesundheitspolitiker besonders gering. Nur 24 Prozent von ihnen bewerten deren Fachwissen positiv. Zu den Gründen dafür sagt die Umfrage (leider) nichts. Ob die schlechteren Einschätzungen der älteren Befragten darauf zurückgeht, dass sie die Auswirkungen der Weichenstellungen von Gesundheitspolitikern wie Horst Seehofer oder Ulla Schmidt Jahrzehnte später selbst zu spüren bekommen haben, oder ob die Skepsis auch in Bezug auf die jüngere Gesundheitspolitik überwiegt, lässt die Umfrage offen. Immerhin verrät diese aber, wem außer den Ärzten noch Kompetenz zugetraut wird: Auf Platz zwei folgen Wissenschaftler, deren Fachwissen 86 Prozent der Befragten schätzen. Dritte sind Apotheker, von deren Expertise 79 Prozent überzeugt sind. Krankenkassen landen auf dem vierten Platz; 71 Prozent der Bundesbürger vertrauen auf das Fachwissen der Kassenmitarbeiter. Außerdem schätzen 68 Prozent die Expertise in der Pharmaindustrie als hoch ein, bei 63 Prozent haben auch Patientenorganisationen ein gutes Ansehen.

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