ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2018Depressionen: Engagement gegen Stigmatisierung

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Depressionen: Engagement gegen Stigmatisierung

PP 17, Ausgabe November 2018, Seite 485

Hillienhof, Arne

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Zum Thema Depressionen hat die Bundesärztekammer Informationsmaterial aufgelegt. Foto: Georgijevic / iStockphoto
Zum Thema Depressionen hat die Bundes­ärzte­kammer Informationsmaterial aufgelegt. Foto: Georgijevic / iStockphoto

Gegen eine Stigmatisierung depressiver Erkrankungen setzt die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) sachliche und fundierte Informationen zu dem Krankheitsbild. „Wir müssen diesen Menschen die Angst vor einem Arztbesuch nehmen und gesellschaftlicher Stigmatisierung entgegentreten“, sagte Dr. med. Ulrich Clever, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg und Vorstandsbeauftragter der BÄK für ärztliche Psychotherapie, kürzlich zum 15. Europäischen Depressionstag am 1. Oktober. Der Tag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Depression und Vorurteile“. Patienten sowie ihr soziales Umfeld müssten wissen, dass eine Depression genau wie eine körperliche Erkrankung keine Frage von Schuld ist, betonte Clever. „Depressionen lassen sich meist erfolgreich behandeln. Voraussetzung ist aber, dass den Betroffenen die Angst vor einem Arztbesuch genommen wird“, sagte er. Die BÄK hat dazu drei Broschüren herausgegeben – eine mit allgemeinen Informationen, eine weitere für Angehörige und Freunde und eine dritte Information zum Thema Depression bei Schwangerschaft und Geburt. Clever wies auch darauf hin, dass notwendige Versorgungsangebote zur Verfügung stehen müssen, wenn sich Betroffene für professionelle Unterstützung entschieden. Die Politik sollte den Ausbau der sprechenden Medizin durch Haus- und Fachärzte daher „nicht nur fordern, sondern auch fördern“. hil

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