ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2018Randnotiz: Inklusion bei der Sesamstraße

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Randnotiz: Inklusion bei der Sesamstraße

Dtsch Arztebl 2018; 115(45): A-2035 / B-1697 / C-1679

Maybaum, Thorsten

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Ein Zwischenbericht zum Nationalen Aktionsplan der UN-Behindertenrechtskonvention (http://daebl.de/ZM48) hat Deutschland – zumindest laut Bundesregierung – kürzlich Fortschritte bei der Inklusion attestiert. Zugleich klagen Betroffene immer wieder, dass die Inklusion hierzulande nach wie vor viel zu wenig gelebt wird. Das gilt für den Arbeitsmarkt, aber auch etwa für die Teilhabe an Kulturangeboten oder dem barrierefreien Zugang zu Medien. Richtig ist, dass viel zu tun ist. Richtig ist aber auch, dass es kleine Fortschritte gibt. Zum Beispiel beim barrierefreien Zugang zur Sesamstraße. Seit Anfang Oktober gibt es die Kindersendung, die seit 1969 in den USA und Anfang der 1970er-Jahre in Deutschland ausgestrahlt wird, mit Audiodeskription (http://daebl.de/CY65) und Gebärdensprache (http://daebl.de/QU25). Zugegeben, es sind nicht alle Folgen entsprechend umgesetzt – und online auch nicht einfach zu finden. Aber immerhin 13 neue Folgen sind nun barrierefrei verfügbar. Bei der Audiodeskription werden in den Dialogpausen zentrale Elemente der Handlung, Schauplätze sowie Gestik und Mimik von einem Sprecher beschrieben. Blinde und Sehbehinderte sollen so ein besseres Verständnis für die Handlung bekommen. Die Audiodeskription wird auf einem zweiten Tonkanal gesendet und muss über die Fernbedienung aktiviert werden. Für gehörlose Kinder oder Kinder mit Höreinschränkungen übersetzen Dolmetscher die neuen Folgen der Sesamstraße in Gebärdensprache. Für Jugendliche und ältere Kinder, die bereits Filme mit Untertiteln schauen, gibt es nun spezielle, länger stehen bleibende Untertitel.

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