ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2018Ausschließliche Fernbehandlung: Sachsen-Anhalt beschließt Erweiterung

AKTUELL

Ausschließliche Fernbehandlung: Sachsen-Anhalt beschließt Erweiterung

Dtsch Arztebl 2018; 115(45): A-2036

Schmedt, Michael

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der Erstkontakt zu Patienten per Videoübertragung ist künftig auch in Sachsen-Anhalt möglich. Foto: shironosov/iStock
Der Erstkontakt zu Patienten per Videoübertragung ist künftig auch in Sachsen-Anhalt möglich. Foto: shironosov/iStock

Der neuen Möglichkeit einer ausschließlichen Fernbehandlung hat die Versammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zugestimmt. Künftig können die Ärzte in dem Bundesland auch Patienten via Internet, Video oder Telefon behandeln, die vorher noch nicht bei dem Arzt in Behandlung waren.

„Mit Augenmaß und nach einer umfassenden Diskussion haben sich unsere Ärzte für eine Öffnung der bestehenden Fernbehandlungsmöglichkeiten entschieden, die zugleich den Patientenschutz nicht außer Acht lässt“, erklärte Dr. med. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Sie wies aber daraufhin, dass „der persönliche Kontakt zum Patienten auch zukünftig der Goldstandard in der ärztlichen Beratung und Behandlung bleibe. Sie sei auch der Überzeugung, dass durch die neue Regelung weder die ärztliche Unterversorgung beseitigt oder Wartezeiten signifikant reduziert werden könnten. Im Mai dieses Jahres hatte der 121. Deutsche Ärztetag die Berufsordnung für die ausschließliche Fernbehandlung gelockert. Jetzt müssen die Lan­des­ärz­te­kam­mern noch den Weg freimachen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist die Änderung abgelehnt worden, Thüringen, Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Bayern haben zugestimmt. mis

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema