ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2018Kohlenhydrate: Cholesterin-Angst
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Vielen Dank für den differenzierten Leitartikel zur Kohlenhydratrestriktion als Therapie des Typ-2-Diabetes! Es ist mir seit Langem ein Rätsel, warum viele Mediziner eine ernährungsbasierte Therapie häufig belächeln oder ablehnen, wo doch schon unser oft zitierter Vorvater Hippokrates wusste, dass unsere Nahrung unsere Medizin ist. Und insbesondere, dass bei einer Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels eine „gesunde Mischkost“ mit einem Kohlenhydratanteil von 55–60 % empfohlen wird, macht nach logischem phyiologisch-biochemischem Verständnis kaum Sinn.

All dies ist natürlich aus der Angst vor erhöhtem Cholesterin und Nahrungsfetten entstanden, wobei diese Theorie mittlerweile hinreichend widerlegt sein sollte. Im Gegenteil, wer sich kohlenhydratärmer und fettreicher ernährt, wird in der Regel verbesserte Triglyceride und HDL haben und auch das LDL-Profil (Stichwort: u. a. Partikelgröße) wird positiver ausfallen.

Neben dem Typ-2-Diabetes sollten auch die Autoimmunerkrankungen, Alzheimer und Krebs in der Reihe der durch Ernährung beeinflussbaren Erkrankungen nicht fehlen und überhaupt die Auswirkungen einer gesunden, faserreichen Ernährung auf das Mikrobiom viel mehr in den Vordergrund rücken.

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Aline Tiegelkamp, Ärztin in Weiterbildung, 21075 Hamburg

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