ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2018Organspende: Transplantationsbeauftragte sollen gestärkt werden

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Organspende: Transplantationsbeauftragte sollen gestärkt werden

Dtsch Arztebl 2018; 115(45): A-2034 / B-1696 / C-1678

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Transplantationsbeauftragte sollen ein Zugangsrecht auf Intensivstationen erhalten. Foto: picture alliance
Transplantationsbeauftragte sollen ein Zugangsrecht auf Intensivstationen erhalten. Foto: picture alliance

Mit besseren Organisationsstrukturen und besserer Vergütung für die Krankenhäuser will die Bundesregierung die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen. Das Kabinett verabschiedete dazu einen Gesetzentwurf von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU). Das Gesetz soll in der ersten Jahreshälfte 2019 in Kraft treten. Zuvor muss der Bundestag noch zustimmen. Im Detail sieht das Gesetz vor, dass die Transplantationsbeauftragten in den Kliniken mehr Zeit für ihre Arbeit und intern eine stärkere Stellung erhalten. Der Gesetzentwurf enthält verbindliche Vorgaben für ihre Freistellung im Krankenhausbetrieb. Dabei soll die Dauer der Freistellung an die Zahl der Intensivbehandlungs- beziehungsweise Beatmungsbetten in den Entnahmekrankenhäusern gekoppelt werden. Außerdem erhalten die Beauftragten ein Zugangsrecht zu den Intensivstationen. Auch kleine Krankenhäuser sollen Organe bei Verstorbenen entnehmen können. Damit der Hirntod auch in diesen Kliniken festgestellt werden kann, sieht der Entwurf einen bundesweiten beratenden neurologischen Bereitschaftsdienst vor. Geplant ist zudem, dass die Krankenhäuser für Organspenden und das Vorhalten der Infrastruktur besser bezahlt werden. Schließlich soll ein flächendeckendes Berichtssystem offenlegen, ob die Kliniken tatsächlich die Chancen für Organspenden wahrnehmen. Auch Angehörige sollen besser betreut werden. Spahn erklärte, ein entscheidender Schlüssel liege bei den Krankenhäusern, denen häufig Zeit und Geld fehlten, um mögliche Organspender zu identifizieren. kna

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