ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2018Medizinstudium: Pathogene Strukturen
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Im Artikel wird das Projekt „KomMedment“ als Methode zur Auswahl von Medizinstudierenden mit Schwerpunkt auf psychosoziale Kompetenzen und insbesondere psychische Belastbarkeit dargestellt. Positiv finde ich, das die hohe Inzidenz psychischer Belastungen im Studium wahrgenommen und problematisiert wird. Die Einseitigkeit eines Numerus clausus und naturwissenschaftlich-technischer Kompetenzen zu benennen und geeignetere Instrumente zu entwickeln halte für wichtig. Die Folgerung, man müsse mit geeigneten Testverfahren resilientere Studierende selektieren, halte ich aber für einen einseitig „symptomatischen“ statt „kausalen“ Ansatz. Ich vermisse im Artikel die Sichtweise, dass genannte Belastungsreaktionen zum Teil auch ein „gesunder“ Ausdruck pathogener Strukturen in der Ausbildung (und in vielen Kliniken) sein könnten. Dieser Befund könnte demnach auch Anlass für eine selbstkritische Analyse der Ausbildungsstrukturen und gesunder Belastungsgrenzen sein, was ich begrüßen würde.

Marvin Olewinski, Assistenzarzt, 31737 Rinteln

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