ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2018Interview: Offen für andere Ansätze
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Vielen Dank für dieses Interview. Prof. Dr. Leichsenring spricht mir aus der Seele. Ich selbst bin Verhaltenstherapeut (VT) und wende die entsprechenden Techniken seit vielen Jahren mit großer Freude und Eifer aber oft mehr oder minder erfolgreich an. Als eine meiner wertvollsten Berufserfahrungen werte ich die Erkenntnis, dass es bei nicht erfolgreichen Therapieverläufen eben nicht sinnvoll ist, das dritte oder vierte VT-Manual durchzuarbeiten, sondern der Möglichkeit offen gegenüber zu sein, dass andere Ansätze integriert werden müssen. Mit großer Freude konnte ich erfahren, dass zusätzlicher Input durch Kollegen oder Fortbildungen aus anderen Bereichen (zum Beispiel Tiefenpsychologie, systhemische Therapie, Schematherapie) die Wirksamkeit meiner Therapien erheblich steigern konnte. Zusätzlich teilen selbst meine VT-Kollegen die Ansicht, dass Kurzzeittherapien für den Großteil der Patienten eben nicht ausreichend sein können, wenn Erfolge auch nachhaltig sein sollen. Ich bin stolz auf meine verhaltenstherapeutische Ausbildung, bin aber der Meinung, dass die Zukunft der Therapie nur in integrativeren Therapieformen liegen kann.

Wer sich einmal die Mühe macht, dies wirklich zu versuchen und außerhalb von Ideologien zu denken, wird feststellen, dass die verschiedenen Therapieformen sich tatsächlich ideal ergänzen.

Dipl.-Psych. Roland Kirchhof, 38442 Wolfsburg-Sülfeld

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