ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2018Kranke Arbeitnehmer: Routinemäßig abgelehnt
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Frau Dr. Susanne Weinbrenner, leitende Ärztin bei der DRV, äußert sich kritisch gegenüber Praxen, in denen bei psychisch erkrankten Menschen überwiegend Krankschreibungen sich an Krankschreibungen reihen und viele der Patienten/-innen dann in die Frühberentung gehen. Sie gibt zu bedenken, dass für die betroffenen Patienten und Patientinnen viel zu wenig Anträge für eine Rehamaßnahme gestellt werden. Dabei wäre es ebenfalls geboten, sich einmal im eigenen Hause umzuschauen. Vier meiner Patienten stellten im Laufe dieses Jahres einen Rehaantrag aufgrund psychischer Belastungen. Alle vier Anträge wurden routinemäßig abgelehnt und erst nach Widerspruch positiv beschieden. In einem Fall wurde der Antrag im März 2018 gestellt, es folgte die Ablehnung; die Patientin legte mit meiner Unterstützung Widerspruch ein, diesem wurde im September 2018 (!) stattgegeben und sie hat nun – endlich – einen Platz in einer Klinik angeboten bekommen. Und wenn sie etwas „Glück“ hat, ist es eine Klinik, in der auf den einzelnen Patienten geschaut und nicht allein eine „Einheitsbehandlung“ angeboten wird. Diesen Aspekt fand ich in dem Artikel gänzlich unberücksichtigt.

Dipl.-Psych. Bernd Kuck, 53177 Bonn

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